11. Juni 2026 – dpa

Rechtsextremismus in MV

MV-Verfassungsschutz: Erstmals mehr als 2.000 Rechtsextreme

Den Behörden macht zunehmend auch das jugendliche Alter der Rechtsextremen Sorge. Wie die Szene an junge Leute herangeht.

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Erstmal werden der rechtsextremen Szene in MV mehr als 2.000 Menschen zugerechnet.

Die rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern ist dem Verfassungsschutz zufolge im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Erstmals zählten die Sicherheitsbehörden mehr als 2.000 Rechtsextremisten im Land, wie Innenminister Christian Pegel (SPD) bei der Vorstellung des jüngsten Verfassungsschutzberichtes sagte. Genau seien es 2.030. Im Jahr zuvor wurden der Szene den Angaben zufolge 1.950 und noch ein Jahr davor 1.855 Personen zugerechnet.

Besonders auffällig sei, dass immer mehr junge Menschen dazukämen, sagte Pegel. Große Sorgen bereite in dem Zusammenhang eine zunehmende Radikalisierung im Internet, die bis in den Schulalltag hineinwirke.

Die Szene nutze zudem moderne Musikstile und partyähnliche Formate, um junge Leute zu erreichen. Sie wirkten auf den ersten Blick harmlos, transportierten aber extremistische Inhalte.

Zudem sei eine engere Verbindung zwischen Rechtsextremismus, Kampfsport und der Hooligan-Szene zu beobachten. Die Zahl gewaltorientierter Rechtsextremisten sei mit 700 im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

Die linksextreme Szene ist Pegel zufolge mit rund 450 Personen weitgehend stabil geblieben (Vorjahr: 440). An Bedeutung gewonnen hätten dagegen stärker ideologisch ausgerichtete Jugendgruppen mit kommunistischer Prägung, etwa die Rote Jugend Rostock. Die Zahl gewaltorientierter Linksextremisten in MV sei mit rund 200 ebenfalls etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

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