20. August 2026 – dpa

Notfälle

Mayday-Ruf vor Sassnitz: Yacht mit Kindern droht zu sinken

Am Abend dringt Wasser in eine Segelyacht vor Rügen ein. Sechs Menschen, darunter drei Kinder, geraten in Gefahr – doch die Seenotretter greifen rechtzeitig ein.

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Die Seenotretter konnten die Familie ans sichere Ufer bringen. (Symbolbild)

Eine zwölf Meter lange Segelyacht mit drei Kindern und drei Erwachsenen an Bord ist vor der Insel Rügen in Seenot geraten. In das Boot drang so viel Wasser ein, dass es zu sinken drohte, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Seenotretter brachten die Yacht sicher in den Hafen von Sassnitz. Alle sechs Menschen blieben unverletzt.

Der Notruf ging am Mittwochabend gegen 20.50 Uhr bei der von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betriebenen Rettungsleitstelle See in Bremen ein. Die polnische Segelyacht hatte einen zunächst schwer verständlichen Mayday-Ruf, den internationalen Ausdruck auf See für unmittelbare Lebensgefahr, abgesetzt. Das Boot befand sich rund drei Seemeilen (etwa 5,5 Kilometer) nördlich von Sassnitz nahe der Steilküste des Nationalparks Jasmund.

Die Kommunikation per Seefunk gestaltete sich zunächst schwierig. Schließlich konnten die Segler ihre Lage genauer schildern: Aus bislang ungeklärter Ursache drangen große Mengen Wasser in die Yacht ein und das Boot drohte zu sinken.

Der in Sassnitz stationierte Seenotrettungskreuzer «Harro Koebke» machte sich auf den Weg und erreichte die Yacht nach rund zehn Minuten. Zu diesem Zeitpunkt stand das Wasser den Menschen an Bord nach Angaben der DGzRS bereits bis zu den Schienbeinen.

Mit einer leistungsstarken Pumpe brachten die Retter den Wassereinbruch so weit unter Kontrolle, dass sich die Situation nicht weiter verschärfte. Anschließend wurde die Yacht in den Stadthafen von Sassnitz geschleppt. Dort übernahmen die Feuerwehren aus Sassnitz, Sagard und Glowe die weitere Sicherung. Warum das Wasser in die Yacht eindrang, blieb zunächst unklar. Zum Zeitpunkt des Notfalls herrschten schwache Südwestwinde und ruhige See.

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