16. Juni 2026 – dpa
Wenn das Wetter kalt und sehr regnerisch ist wie zuletzt, macht das gerade Jungvögeln schwer zu schaffen. Viele kleine Störche haben das offenbar nicht überlebt, sagt ein Vogelschützer.
Das kalte und regnerische Wetter der vergangenen Woche hat dem Storchen-Nachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern geschadet. Viele junge Tiere im Alter von drei bis vier Wochen, die bereits geschwächt waren, hätten die Bedingungen wahrscheinlich nicht überlebt, sagt Stefan Kroll, der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorchschutz beim Naturschutzbund in MV.
«Es gibt Verluste durch das Wetter, nicht nur bei den Störchen», sagt Kroll. Die toten Tiere würden dann aus dem Nest geworfen oder an den Rand gelegt, erklärt der Storchenexperte. Dagegen seien die aktuell fünf bis sechs Wochen alten Störche schon so weit entwickelt und gekräftigt, dass sie das Wetter gut vertragen und somit gute Überlebenschancen haben. Das regnerische Wetter biete auf der anderen Seite auch viel Futter für die Tiere, zum Beispiel Regenwürmer.
Kroll ist mit einem Team gerade dabei, Weißstörche in der Region Rostock zu beringen. Hier könne er einen leichten Zuwachs bei der Zahl der Storchenpaare erkennen, sagt er. Er erwarte ein durchschnittliches Jahr für die Störche. «Ich bin nicht unzufrieden, aber auch nicht euphorisch», sagt der Tierschützer. Genaue Zahlen für Mecklenburg-Vorpommern könne er bislang nicht nennen, da noch keine Zählung stattgefunden habe.