06. September 2026 – dpa
Die AfD hat die Wahl in Sachsen-Anhalt deutlich gewonnen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sieht darin eine Gefahr für ganz Deutschland.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zeigte sich besorgt nach dem Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. «Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik haben Rechtsextremisten sehr deutlich eine Landtagswahl gewonnen», sagte Schwesig. Das sei gefährlich für Sachsen-Anhalt und Deutschland insgesamt.
«In MV kann und muss verhindert werden, dass die AfD stärkste Kraft wird», dazu sei es wichtig, die SPD zu wählen. Sie stehe für Verlässlichkeit und Stabilität, betonte die SPD-Politikerin. Im nordöstlichsten Bundesland wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt.
Die AfD hat ersten Hochrechnungen zufolge in Sachsen-Anhalt ein Ergebnis von 44,1 bis 44,5 Prozent der Stimmen erzielt und liegt damit weit vor der CDU (18,5 Prozent) als zweitstärkster Partei. Die Linke erhält 9,2 bis 9,4 Prozent (11 Prozent). Die Grünen liegen bei 8,7 bis 8,9 Prozent (5,9 Prozent). Die SPD kommt auf 8,2 bis 8,8 Prozent (8,4 Prozent).