26. Juli 2026 – dpa

3. Fußball-Liga

Trotz Hansa-Niederlage in Watford: Gewinner sind die Fans

Die Reise zum englischen Zweitligist FC Watford war für Hansa Rostock etwas Besonderes. Weniger aus sportlichen Gründen.

um5e2fjapz-v3-ax-s2048.jpeg
Sorgten in Watford für einen nachhaltig positiven Eindruck: Fans des FC Hansa Rostock. (Archivbild)

Sportlich war für den FC Hansa Rostock bei seiner England-Premiere nichts zu holen. Die eigentlichen Gewinner des ersten Spiels des Fußball-Drittligisten bei einem englischen Club in der 60-jährigen Geschichte waren aber die Hansa-Fans.

Beim 0:3 des FC Hansa beim FC Watford aus der zweitklassigen Championship sorgten die Anhänger vor der Partie mit einem Fanmarsch, während des und nach dem Spiel für eine einzigartige Stimmung im und rundum das Stadion Vicarage Road. «Ich habe so etwas noch im Vicarage Road erlebt», sagte Reporter Adam Durry vom «Watford Observer» in einem Video bei X. «Das Spiel bleibt vor allem wegen der Atmosphäre in Erinnerung, die die Hansa-Fans geschaffen haben

Mehr als 6.000 Fans waren mit dem FC Hansa in die Stadt nordwestlich von London gereist. Zuvor hatte der Verein an die Reisenden appelliert: «Bitte verhaltet euch der Spielstätte gegenüber respektvoll. Es sollte für uns alle etwas Besonderes sein, in einem Stadion wie dem "Vicarage Road Stadium" zu Gast sein zu dürfen.»

Der Appell wurde offenbar erhört. Einige Hansa-Anhänger waren in der Vergangenheit immer wieder mal negativ aufgefallen. Diesmal sorgten die Fans in England ausschließlich für stimmungsvolle Eindrücke, alles blieb friedlich. Aus den Hinweis, mit weißen Shirts nach Watford zu kommen, folgte der weit überwiegende Teil der Anhängerschaft.

Die Niederlage konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Othmane Maama (7.) und Armin Nabizada (18.) trafen vor, Nikoloz Chikovani (90.) nach der Pause für die Gastgeber. Die Rostocker konnten einige Akzente nach vorn setzen, ein Tor gelang ihnen nicht.

«Es ist ein bisschen schade, dass wir das nicht geschafft haben. Bei einem Tor wären die Fans hier ausgerastet», zitierte die «Ostsee-Zeitung» Hansa-Kapitän Franz Pfanne. Trainer Daniel Brinkmann stellte nüchtern fest: «Der Gegner war nicht unsere Kragenweite. Trotzdem hätte ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht.» Die eigentlichen Gewinner des Spiels waren ohnehin andere. Die saßen auf der Tribüne.

News zum Nachhören

Aktuelles aus Mecklenburg-Vorpommern

Polizeimeldungen

Weitere Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

undefined
Audiothek