13. August 2026 – dpa
Erneut ein Wal in der Ostsee: Das Tier wurde tot im Greifswalder Bodden entdeckt – und soll nun untersucht werden.
Im Greifswalder Bodden ist ein toter Wal entdeckt worden. «Um 08:16 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei gemeldet, dass ein lebloser Wal im Greifswalder Bodden treibt», teilte Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. Eine Expertin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund habe später den Tod des Tieres festgestellt.
Der Wal ist nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums rund sieben Meter lang. Um welche Walart es sich handelt, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin.
Das Tier soll nun von einem Schiff zur kleinen Insel Dänholm geschleppt werden. Im dortigen Nautineum, einer Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums, werde es obduziert, so die Sprecherin.
In den vergangenen Tagen war immer wieder ein Wal in der Ostsee vor der deutschen und später der polnischen Küste gesehen worden. Ob es sich bei dem jetzt gefundenen Tier und bei den Sichtungen um dasselbe Tier handelt, ist bisher unklar.
Im Frühjahr war an der deutschen Ostseeküste mehrfach ein Buckelwal gestrandet. Das von vielen Menschen «Timmy» genannte Tier wurde in einer umstrittenen, aufwendigen Aktion in die Nordsee transportiert, wenige Tage später jedoch tot vor der dänischen Insel Anholt angespült.