28. Juli 2026 – dpa
Schon wieder Wal-Sichtungen, nach Schleswig-Holstein nun auch in Wismar. Ob es dasselbe Tier ist, ist unklar. Für das Deutsche Meeresmuseum sieht es aber zumindest so aus.
Handelt es sich bei dem am Montag in Wismar aufgetauchten Wal um den zuvor schon vor Schleswig-Holsteins Küste gesichteten Buckelwal? Das Aussehen deutet zumindest darauf hin, heiß es vom Deutschen Meeresmuseum. «Die aktuellen Fotos aus dem Wismarer Hafen lassen aufgrund des weißlichen vorderen Bereichs mit rotbrauner Verfärbung vermuten, dass es der Wal aus Kiel ist», schrieb eine Sprecherin auf Anfrage.
Mitte Juli hatte das schleswig-holsteinische Umweltministerium die Sichtung eines Buckelwals am Ausgang der Kieler Förde bestätigt. Nach damaligen Angaben handelte es sich vermutlich um ein zuvor schon in Schottland und Dänemark beobachtetes Tier. Vorigen Freitag wurde dann erneut ein Wal gesichtet, dieses Mal in der Flensburger Förde. Es sei vermutlich dasselbe Tier, hatte das Kieler Ministerium mitgeteilt.
Nach der neuerlichen Sichtung in Wismar schwamm der Wal aus dem Wismarer Hafen Richtung Nordwest. «Bisher haben wir keine erneute Sichtungsmeldung zum Wal erhalten», so die Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums.
Die jüngsten Sichtungen kommen, nachdem kurze Zeit zuvor ein Buckelwal an der deutschen Ostseeküste viele Menschen in Atem gehalten hat. Das später als «Timmy» bekanntgewordene Tier war erst vor einem halben Jahr ebenfalls im Hafen von Wismar aufgetaucht. Später war es mehrfach an der Küste gestrandet. Eine private Initiative brachte das Tier dann in einer aufwendigen und umstrittenen Aktion in einem Transportkahn in die Nordsee und setzte es dort frei. Mitte Mai wurde dann vor der dänischen Insel Anholt ein toter Wal entdeckt, der anhand eines am Tier befestigten Senders als «Timmy» identifiziert wurde.