11. August 2026 – dpa

Werbung im öffentlichen Raum

Neue Bushaltestellenhäuschen: Stadt vergibt Werberechte neu

Digitale Werbeflächen, weniger grelle Lichter und stabile Einnahmen: Wie Hamburg mit neuen Werbeverträgen und neuen Bushaltestellenhäuschen Stadtbild und Klima verändern will.

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Hamburg hat die Rechte für die Werbung im städtischen Raum neu vergeben. (Archivbild)

Hamburg erhält 400 neue Bushaltestellenhäuschen. Bau und Unterhalt der neuen Fahrgastunterstände sei Teil einer Vereinbarung im Rahmen der Neuvergabe der Werberechte im öffentlichen Raum, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) nach der Senatssitzung im Rathaus.

Dabei geht es unter anderem auch um digitale Groß- und Litfaßsäulen, große und kleine Werbescreens und hintergrundbeleuchtete Werbeflächen in der Stadt.

Den Zuschlag für die Rechte hätten - vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft - erneut die zum J. C. Decaux-Konzern gehörende Wall GmbH und die zur Ströer-Gruppe gehörende DSM Deutsche Städte Medien GmbH erhalten. Die Verträge laufen den Angaben zufolge über 15 Jahre. Die Stadt geht von Einnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro jährlich aus.

An dem Vergabeverfahren, das in fünf Lose unterteilt war, hatten sich Tjarks zufolge fünf Unternehmen beteiligt.

Anders als die bereits bestehenden 2.250 Bushaltestellenhäuschen der Stadt sollen die neuen barrierefrei sein und mit altersgerechten Sitzmöbeln inklusive Rücken- und Armlehne ausgestattet werden.

Mindestens 100 neue Unterstände sollen ein Gründach erhalten. Dies solle zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen und Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen. Zudem würden Vogelschutzmarkierungen an allen neuen Anlagen zur Artenvielfalt beitragen.

Dadurch, dass die alten Konzessionäre auch die neuen seien, werde der alte Bestand an Fahrgastunterständen übernommen, was zur Nachhaltigkeit beitrage, sagte Tjarks.

Die Werbeflächen würden weiter digitalisiert, insgesamt aber weniger werden. «Wir werden für 200, die digitalisiert werden, 100 Anlagen abbauen», sagte der Senator. Zudem unterlägen die Anlagen strengen Regeln und schalteten sich nachts ab, leuchteten zum Schutz von Insekten weniger intensiv und zeigten keine grellen oder ablenkenden Effekte.

Außerdem habe sich die Stadt Eigenwerbekontingente gesichert, die beispielsweise für geförderte Kulturveranstaltungen oder die Personalgewinnung eingesetzt werden könnten, sagte Tjarks.

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