05. Oktober 2026 – dpa
Nach dem Drohnenvorfall in Leipzig bekommen die größten deutschen Flughäfen ein neues System zur Erkennung solcher Flugobjekte. Auch Hamburg ist dabei.
An den Flughäfen Hamburg und Stuttgart sind neue Systeme zur Erkennung von Drohnen in Betrieb genommen worden. Damit sollen solche Flugobjekte künftig frühzeitig identifiziert und mögliche Gefährdungslagen schneller bewertet werden können, um entsprechend reagieren zu können, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte.
Der Flughafen Leipzig/Halle soll noch in dieser Woche folgen. «Damit sind dann alle acht großen deutschen Verkehrsflughäfen mit moderner Drohnendetektion im An- und Abflugbereich ausgestattet», sagte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU).
Anfang August wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt. Die Bundesregierung machte Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau wies die Vorwürfe zurück.
Erst im September hatte der Hamburger Senat beschlossen, die Drohnenabwehr der Polizei zu stärken. Nach Angaben der Innenbehörde sollen drei Detektions- und Abwehrsysteme für 4,2 Millionen Euro angeschafft werden. Noch in diesem Jahr sollen die Geräte des Unternehmens Argus Interception in Dienst genommen werden.
Das auch von der Bundeswehr eingesetzte System könne eine Drohne bekämpfen, wie sie beim versuchten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig Anfang August verwendet wurde, hieß es. Das System scanne den Luftraum mit verschiedenen Sensoren. Wird eine Drohne entdeckt, könne ein Operator eine Abfangdrohne starten, die das verdächtige Flugobjekt mit einem Netz einfängt.