13. August 2026 – dpa

67. Verhandlungstag

Psychiaterin im Block-Prozess spricht über Folgen für Kinder

An Silvester 2023/24 werden zwei Kinder von Christina Block vom Wohnort des Vaters in Dänemark entführt. Eine Psychiaterin beschreibt vor Gericht die Folgen für den Jungen und das Mädchen.

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Nach der Vorstellung ihres Gutachtens zu den Folgen der Enführung für die Block-Kinder soll die Kinder- und Jugendpsychiaterin Mareike Schüler-Springorum Fragen der Prozessbeteiligten beantworten. (Archivbild)

Im Hamburger Block-Prozess soll eine psychiatrische Sachverständige weiter zu den Folgen der Entführung an Silvester 2023/24 für die Kinder Stellung nehmen. Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Mareike Schüler-Springorum trug bereits an den drei vergangenen Verhandlungstagen ihr Gutachten vor.

Die Prozessbeteiligten sollen heute (9.30 Uhr) Gelegenheit bekommen, die Expertin zu befragen. Die Strafkammer am Landgericht hat für die Anhörung von Schüler-Springorum die Öffentlichkeit ausgeschlossen, um die schutzbedürftigen Interessen der Kinder zu wahren.

Die Unternehmerin Christina Block (53) ist angeklagt, im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder – damals 10 und 13 Jahre alt – vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House» bestreitet die Vorwürfe.

Es gibt noch sechs weitere Angeklagte, darunter ihr Lebensgefährte, der frühere Sportmoderator Gerhard Delling (67), dem Beihilfe vorgeworfen wird. Nur einer der Angeklagten, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt. Sollten die Angeklagten verurteilt werden, könnten die Folgen der Entführung für die Kinder das Strafmaß beeinflussen, wie ein Gerichtssprecher erläuterte.

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