12. Juni 2026 – dpa
Nach der Alkoholfahrt im Januar soll HSV-Spieler Jean-Luc Dompé zur Strafe einen hohen fünfstelligen Betrag zahlen. Das geht aus einem Strafbefehl hervor. Der Hamburger SV hat schon früh reagiert.
Seine Alkoholfahrt im vergangenen Januar kommt den französischen Fußballprofi Jean-Luc Dompé vom Hamburger SV noch einmal teuer zu stehen. Das Amtsgericht Hamburg-Mitte habe einen Strafbefehl über 70 Tagessätze erlassen, teilte ein Gerichtssprecher auf Anfrage mit und bestätigte einen Bericht der «Bild».
Eine genaue Summe nannte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur nicht. Die Zahl der Tagessätze lasse aber auf einen hohen fünfstelligen Betrag schließen. Die «Bild» hatte von einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro und einem Jahr Führerschein-Entzug berichtet. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. Dompé hat zwei Wochen Zeit, Einspruch einzulegen.
Dompé war bei einer Polizei-Verkehrskontrolle angetrunken am Steuer erwischt worden und wurde mit auf eine Wache genommen. Mehreren Medienberichten zufolge soll der Promillewert etwa 1,4 betragen haben. Beim Verlassen der Wache sei er obendrein von Polizisten beobachtet worden, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr. Das führte zu einem zweiten Verfahren.
Der HSV hatte kurz nach der Alkoholfahrt bereits reagiert und eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich gegen den 30-Jährigen verhängt. Der Verein sprach von einer «HSV-Rekordgeldstrafe». Der Stürmer war vorübergehend auch suspendiert. Zudem forderte der HSV von Dompé, für 10.000 Warnwesten zur Sicherheit im Straßenverkehr aufzukommen und bei der Verteilung eines Teils davon zu helfen.
Der seit 2022 für den HSV spielende Profi hatte sich für sein Fehlverhalten entschuldigt. «Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist. Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden», hatte Dompé gesagt. Er habe schwerwiegende Fehler begangen und dafür trage er die vollen Konsequenzen.