21. Juni 2026 – dpa

Demonstration

Tausende Radler bei Fahrradsternfahrt in Hamburg

Mehr als 80 Startpunkte, gesperrte Straßen und eine besondere Route über die Köhlbrandbrücke: Die Fahrradsternfahrt will ein Zeichen für bessere Radwege und weniger Autoverkehr setzen.

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Auch in diesem Jahr erwarten die Veranstalter wieder Tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der traditionellen Fahrradsternfahrt in die Hamburger Innenstadt. (Archivbild), Foto: Thomas Müller/dpa

Demonstration für bessere Radwege: Tausende Menschen sind bei der traditionellen Fahrradsternfahrt von der Metropolregion in die Hamburger Innenstadt mitgefahren. Bereits zum 13. Mal hatte dazu der Verein Mobil ohne Auto Nord aufgerufen. Die Polizei schätzte die Zahl auf 6.500 Teilnehmer, die Organisatoren gehen von einer deutlich höheren Zahl aus, sie zählten 13.500 Menschen.

Bei der Abfahrt von der Köhlbrandbrücke sei es zu vier Unfällen gekommen, berichtete Cajus Pruin vom Vorstand des Vereins. Drei Menschen seien verletzt worden. Die Radfahrer seien ohne Beteiligung anderer Teilnehmer gestürzt.

Die Demonstranten wollten auf das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel und den konsequenten Ausbau der Radinfrastruktur innerstädtisch und im Umland aufmerksam machen, wie der Verein mitteilte. Ein wichtiges Thema sei auch die Strategie Vison Zero – Null Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr - gewesen.

Wie in den vergangenen Jahren starteten die Radler von mehr als 80 Punkten in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die jeweiligen Startzeiten hingen von der Entfernung zum Ziel ab, dem Hamburger Jungfernstieg. So ging es etwa im niedersächsischen Bardowick im Landkreis Lüneburg bereits um 8.50 Uhr los, während sich die Radler am Hamburger Schlump erst um 14.45 Uhr in den Sattel schwingen mussten.

Ein Höhepunkt war in diesem Jahr auch wieder die Strecke über die Köhlbrandbrücke mit einem phänomenalen Blick über den Hafen und die Stadt. Die Routen führten jeweils mit polizeilicher Begleitung über gesperrte Hauptverkehrsstraßen. Zudem gab es an einigen Kirchen an den Strecken vor Beginn Fahrrad-Gottesdienste.

Zu den Forderungen der Demonstranten zählten der konsequente Ausbau der Radinfrastruktur, eine Verkehrsplanung, die sich nach den schwächsten Verkehrsteilnehmenden ausrichtet und eine Sperrung der Hamburger Innenstadt für den privaten Autoverkehr.

Darüber hinaus verlangen die Radler unter anderem die Anordnung von Tempo 30, wo die neue Straßenverkehrs-Ordnung es ermöglicht, eine «grüne Welle» für Radfahrende sowie die Wiedereinführung autofreier Sonntage.

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