29. Juni 2026 – dpa

Ostseetunnel

Zweites Element des Ostseetunnels abgesenkt

Das zweite Tunnelelement für den Ostseetunnel liegt jetzt auf dem Meeresboden. Mit 500 Metern ist ein weiterer Schritt geschafft – doch bis zur Fertigstellung bleibt noch viel zu tun.

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Bis zur Fertigstellung des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels müssen noch 87 weitere Tunnelelemente ins Meer gelassen werden - dafür sorgen Spezialschiffe. (Archivbild)

Der Bau des Ostseetunnels kommt voran. Ein zweites Tunnelelement ist am Wochenende auf dem Meeresboden korrekt positioniert worden, wie die Betreibergesellschaft Femern A/S berichtete. Mit zwei abgesenkten Elementen liegen nun gut 500 Meter des 18 Kilometer langen Tunnels verbunden am Meeresboden.

Anfang Mai war das erste Tunnelelement für die Querung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und Dänemark abgesenkt worden. Bis zur Fertigstellung des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels fehlen noch 87 weitere Elemente. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird insgesamt aus 89 Betonelementen bestehen, die in Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland hergestellt werden. Jedes von ihnen ist mit 217 Metern Länge in etwa so groß wie ein Frachtschiff.

Bereits am Dienstagabend hatten fünf Schlepper damit begonnen, das mehr als 73.500 Tonnen schwere Betonelement gemeinsam mit dem Spezialschiff «Ivy» in den Fehmarnbelt zu transportieren. Dort wurde es über dem Tunnelgraben mit Hilfe von Stahlseilen in Position gebracht. Das eigentliche Absenken startete in der Nacht zum Freitag, am Samstagmorgen lag es nach Angaben der Betreibergesellschaft korrekt positioniert auf dem Meeresboden.

«Auch wenn wir nun zum zweiten Mal ein Tunnelelement absenken, ist es jedes Mal eine komplexe Aufgabe, die höchste Konzentration erfordert», sagte der stellvertretende Projektdirektor Lasse Vester. «Mit wachsender Routine in den
Abläufen und im Umgang mit der Ausrüstung erwarten wir, dass das Baukonsortium das Arbeitstempo weiter steigern wird.» In den kommenden Tagen soll der Tunnelgraben seitlich des Elements mit Sand und Kies
verfüllt werden. Danach starten Vorbereitungen für das Absenken des nächsten Elements.

Ursprünglich sollte der Ostseetunnel 2029 fertig werden. Doch der Bau des 18 Kilometer langen Tunnels liegt laut der Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung über 2029 hinaus verzögern wird.

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