23. September 2026 – dpa
Im Juni gab es die meisten Badetoten, doch die Zahl sinkt leicht. Welche Rolle Schulen und Rettungsschwimmer bei der Prävention spielen, erklärt die DLRG-Präsidentin.
Die Zahl der Badetoten in Mecklenburg-Vorpommern ist leicht zurückgegangen. In den Gewässern des Bundeslandes ertranken seit Jahresbeginn 22 Menschen. Diese Zahl veröffentlichte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in ihrer Sommerbilanz. Das sind vier Tote weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bundesweit liegt die Zahl der Badetoten zum Stichtag 15. September bei 320.
Die meisten Toten gab es im Juni, als es sechs Opfer zu beklagen gab. Im Juli und August starben je fünf Personen bei Badeunfällen. Zehn Menschen ertranken in der Ostsee. Auffällig ist, dass 18 der Verstorbenen männlichen Geschlechts waren. «Jugendliche und junge Männer gehen häufig vermeidbare Risiken ein. Dabei spielen Leichtsinn, Selbstüberschätzung und mangelnde Schwimmkompetenz eine wesentliche Rolle», sagte die DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Bei der Prävention von Badeunfällen kommen nach Aussage der DLRG den Schulen eine große Rolle zu. Dort sollten Wissen über Gefahren im Wasser und ein fundierter Schwimmunterricht Hand in Hand gehen. Gerade das Schwimmen lernen komme oft aber zu kurz. Vogt: «Bund, Länder und Kommunen müssen zusammen flächendeckend deutlich mehr in die marode Schwimmbadlandschaft und den schulischen Schwimmunterricht investieren. Andernfalls befürchten wir dauerhaft höhere Opferzahlen unter jungen Menschen.»
Nach eigenen Angaben wachen mehr als 50.000 Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der DLRG jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Die Zahlen in der Nachwuchsausbildung steigen. «Jede zusätzliche Rettungsschwimmerin und jeder zusätzliche Rettungsschwimmer macht Deutschlands Gewässer ein Stück sicherer», sagte Vogt.