14. Juli 2026 – dpa

Ernte 2026

Bauernverband: Ernte stimmt, Rechnung nicht

Selbst wenn die Ernte gut läuft, bedeutet das für Bauern nicht automatisch ein gutes Geschäft. Es kommt auf die Preise an, die für die Erzeugnisse erzielt werden, und die Höhe der Produktionskosten.

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Die Erntegerste im Nordosten läuft. (Archivbild)

Trotz einer vielerorts guten Ernte verschlechtert sich bei zahlreichen Bauern im Nordosten die wirtschaftliche Lage. Darauf wies der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern bei seiner traditionellen Ernte-Pressekonferenz in Sietow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hin.

Sinkende Erzeugerpreise träfen auf andauernd hohe Produktionskosten, wobei häufigere Extremwetterlagen die Landwirtschaft gleichzeitig vor wachsende Herausforderungen stellten, sagte Bauernpräsident Karsten Trunk. Die Ernte falle in diesem Jahr regional sehr unterschiedlich aus. Entscheidend seien der Standort und die Menge der Niederschläge.

«Doch selbst dort, wo die Erträge stimmen, geht die Rechnung für viele Betriebe nicht mehr auf. Genau diese Entwicklung bereitet uns große Sorgen», so Trunk. Qualitätsweizen werde aktuell bundesweit für rund 170 Euro je Tonne gehandelt, Futtergerste für unter 160 Euro. Damit lägen die Getreidepreise erneut deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig blieben die Kosten für Dünger, Pflanzenschutz, Energie, Diesel und Löhne aber hoch.

«Die Ernte stimmt vielerorts. Die Rechnung stimmt immer öfter nicht», warnte Trunk. «Genau diese Schere geht für unsere Betriebe immer weiter auseinander. Wer dauerhaft unter seinen Produktionskosten wirtschaften muss, kann weder investieren noch Rücklagen bilden. Das gefährdet die Zukunft unserer Höfe – und damit langfristig auch die regionale Lebensmittelproduktion.»

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