17. Juli 2026 – dpa

Hoffen auf Regen

Brand im Nationalpark - was macht das Wetter?

Bringt starker Regen die Erleichterung im Brandgebiet an der Seenplatte? Oder verschärft Wind die Situation?

szxqz73ebg-v5-ax-s2048.jpeg
Auch am Freitag sollen Bundeswehrhubschrauber wieder bei der Brandbekämpfung im Müritz-Nationalpark helfen.

Das in Mecklenburg-Vorpommern erwartete Unwetter kann sich nach Einschätzung der Behörden auch negativ auf die Eindämmung des Brandes im Müritz-Nationalpark auswirken. «Es kann natürlich sein, dass der Brand zurückgedrängt oder zumindest geschwächt wird, weil eben auch Regen fällt mit dem Gewitter», sagte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. «Es kann eben auch passieren, dass es lediglich starken Wind gibt, was uns natürlich überhaupt nicht in die Hände spielt.»

In dem Fall könnten Flammen neu angefacht werden, oder, sollte es sogar Sturmböen geben, auch abbrechende Äste die Einsatzkräfte gefährden.

Eine Vorabinformation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu möglichen Gewittern und heftigem Starkregen, aber auch möglichen Sturm- bis hin zu orkanartigen Böen ab Nachmittag gilt auch für das Brandgebiet.

In der Nacht zu Freitag hatte sich das Brandgebiet kaum ausgedehnt. Laut Landkreis umfasst die brennende beziehungsweise abgebrannte Fläche etwa 362 Hektar. Aus der Luft sei «viel Rauch und Glut zu sehen, wenig offenes Feuer». Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden.

Auch am Freitag waren wieder Bundeswehrhubschrauber im Einsatz, nahmen mit angehängten 5.000-Liter-Tanks Wasser aus umliegenden Seen auf und wässerten damit bestimmte Waldgebiete. Vom eigentlichen Brand müssen auch sie einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern halten wegen Alt-Munition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz.

Auf den Seen, die als Wasserentnahmestellen dienen, dürfen sich keine Schwimmer, Paddler oder Boote befinden. Das betrifft laut Landkreis den Dambecker See, den Granziner See, den Käbelicksee und den Priesterbäker See.

Die Eindämmung des Brandes mit Kreisregnern, die das Areal wässern, findet laut Sprecher vor allem in drei Abschnitten statt: im Norden bei der Ortschaft Speck, bei der weiterhin evakuierten Ortschaft Granzin sowie entlang der Bahnstrecke Rostock-Berlin.

Der Brand wurde am Montag gemeldet. Die Ursache ist weiterhin unklar. Seitdem läuft der Einsatz, nach Angaben vom Freitagmorgen zuletzt mit mehr als 300 Kräften. Da es sich um einen munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz handelt, gestaltet sich die Brandbekämpfung schwierig.

News zum Nachhören

Aktuelles aus Mecklenburg-Vorpommern

Polizeimeldungen

Weitere Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

undefined
Audiothek