05. Juli 2026 – dpa

Azubis gesucht

Deutliches Plus bei Ausbildungsverträgen im Handwerk

Dieses Jahr sind schon vergleichsweise viele Azubi-Stellen besetzt. Aber es gibt noch Plätze. Die Handwerkskammern raten, die Ferien für Praktika zu nutzen - um herausfinden, welcher Beruf passt.

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Spitzenreiter unter den handwerklichen Ausbildungsberufen ist den Angaben zufolge weiterhin das Kfz-Handwerk. (Symbolbild), Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet kurz vor Beginn der Sommerferien ein deutliches Plus bei neuen Ausbildungsverträgen. Landesweit wurden bislang 972 neue Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen, teilten die Handwerkskammern des Landes mit. Das entspricht einem Anstieg von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (874).

«Die aktuelle Zwischenbilanz zeigt, dass das Handwerk bei jungen Menschen zunehmend gefragt ist», sagte der Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Axel Hochschild. Mehr als 130 handwerkliche Ausbildungsberufe bieten laut Hochschild eine enorme Vielfalt für jeden Schulabschluss - von den Bauberufen über das Nahrungsmittelhandwerk bis hin zu den Gesundheitshandwerken.

Spitzenreiter unter den handwerklichen Ausbildungsberufen ist den Angaben zufolge weiterhin das Kfz-Handwerk: 253 Jugendliche haben sich in diesem Jahr bereits für eine Ausbildung in diesem Bereich entschieden. Aber auch sogenannte Klimaberufe wie der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind demnach gefragt. «In diesem Gewerk wurden landesweit in diesem Jahr bereits 96 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen», sagte Hochschild.

Insgesamt erlernen nach Angaben der Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern derzeit annähernd 5.000 Jugendliche einen Handwerksberuf, davon sind 848 Mädchen. Aus Sicht der Kammerpräsidenten gibt es beim Anteil weiblicher Auszubildender weiterhin «Luft nach oben». Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass junge Frauen auch in traditionell männlich geprägten Handwerksberufen sehr erfolgreich sind und häufig zu den Landesbesten ihrer Gewerke zählen, hieß es.

Noch unentschlossenen jungen Menschen raten die Kammern, die Sommerferien aktiv für die Berufsorientierung zu nutzen. Viele Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern böten dazu entsprechende Praktikumsplätze an. «Der beste Weg ist ein Praktikum, um Fehlentscheidungen und spätere Ausbildungsabbrüche zu vermeiden», sagte der Präsident der Handwerkskammer Schwerin, Uwe Lange.

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