10. Juni 2026 – dpa
Korfu, Mallorca, Sizilien: Beliebte Urlaubsziele wie Inseln und Küstenregionen sind oftmals besonders anfällig für den Klimawandel und wirtschaftlich abhängig vom Tourismus. Die EU will unterstützen.
Die EU-Kommission will Europas Inseln und Küstenregionen stärken. Unter anderem sollen lokale Wirtschaften diversifiziert werden, denn bislang bestehen große Abhängigkeiten dieser Regionen vom Tourismus, wie die Kommission mitteilte. Außerdem soll der Umweltschutz in den Gebieten gefördert werden. Sie stünden an vorderster Front im Kampf gegen den Klimawandel, den Verlust der maritimen Artenvielfalt sowie die Meeresverschmutzung. Diese Faktoren beeinträchtigten ihre langfristige Widerstandsfähigkeit und ihr Wirtschaftswachstum.
Zu den Herausforderungen dieser Regionen gehören laut Kommission darüber hinaus etwa Klimaanfälligkeiten wie Wasserknappheit, abnehmende Bevölkerungszahlen sowie geografische Isolation und damit einhergehend hohe Transport- und Reisekosten.
Die Kommission stellte nun erstmals Strategien für die 17 Millionen Menschen, die auf über 4.000 Inseln in 16 EU-Mitgliedsstaaten, sowie 96 Millionen Menschen, die entlang der Küsten und Küstengebiete in 22 EU-Mitgliedstaaten leben, vor.
Für Inseln und Küstenregionen «in äußerster Randlage der EU» sollen die Vorschläge nicht greifen. Dazu zählen beispielsweise die kanarischen Inseln, die Azoren oder Französisch-Guayana. Sie sind Gegenstand einer separaten Strategie, die im Verlauf des Jahres vorgestellt werden soll.