19. Juli 2026 – dpa
Das Wasserwerk Eggesin ist laut Landkreis nicht zum ersten Mal von Bakterien im Trinkwasser betroffen.
Drei Tage lang mussten rund 14.000 Einwohner mehrerer Städte und Gemeinden am Stettiner Haff ihr Trinkwasser abkochen – jetzt hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald Entwarnung gegeben. «Das Trinkwasser in der Haff-Region ist wieder ohne Einschränkungen nutzbar», teilte Landkreissprecher Florian Stahlkopf mit. «Entsprechende Überprüfungen haben keine Beanstandungen mehr ergeben.»
An keiner Entnahmestelle seien zuletzt noch Bakterien nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt habe daraufhin die Abkochanordnung aufgehoben.
Am Donnerstag waren bei einer Kontrolle des Trinkwassers in der Region Enterokokken festgestellt worden. In der Folge ordnete das Gesundheitsamt an, das Trinkwasser abzukochen. Betroffen waren laut Landkreis rund 14.000 Bewohnerinnen und Bewohner in Ueckermünde, Eggesin, Hoppenwalde, Karpin, Liepgarten, Torgelow-Holländerei, Rochow und Zarowmühl.
Bereits im Februar mussten rund 14.000 Einwohner in der Region ihr Trinkwasser drei Tage lang abkochen, weil bei einer Kontrolle im Wasserwerk Eggesin Enterokokken festgestellt worden waren. Enterokokken sind Bakterien, die natürlicherweise im Darm von Mensch und Tier vorkommen. Erhöhte Werte im Trinkwasser können auf eine Verunreinigung mit Fäkalien hindeuten.
Eine Ursache der Verunreinigungen vor fünf Monaten und jetzt konnte der Landkreissprecher nicht nennen. In beiden Fällen sei aber dasselbe Wasserwerk betroffen gewesen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.