20. Juli 2026 – dpa

Auszeichnungen

Uwe-Johnson-Preis geht an Ingo Schulze

Der neue Roman von Ingo Schulze erscheint zwar erst Ende August. Doch für das Werk wurde dem Autor schon jetzt der renommierte Uwe-Johnson-Preis zugesprochen.

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«Das Wasser im August» heißt der neue Roman von Ingo Schulze.

Der Schriftsteller Ingo Schulze erhält für seinen neuen Roman «Das Wasser im August» den mit 20.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis 2026. Die fünfköpfige Jury des seit 1994 verliehenen Preises wählte den Autor aus einer Vielzahl an eingesandten Texten aus den Bereichen Prosa und Essayistik aus.

Mit seinem Roman führe Schulze in eine Region, die für Uwe Johnson und sein Werk von entscheidender Bedeutung sei, so die Jury in ihrer Begründung. Es handele sich um die «dicht umwaldete Seenplatte Mecklenburgs» und Städte wie Güstrow oder Neubrandenburg, die den Hintergrund nicht nur für Johnsons vierbändiges Romanepos «Jahrestage» bildeten.

Der Preis wird den Angaben zufolge im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage am 18. September 2026 in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin verliehen. Schulze ist Autor zahlreicher Romane, Sachbücher, Essays und Kinderbücher und zudem Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Ein Verdienst seines neuen Romans bestehe darin, eine vergangene Zeit mit ihren Hoffnungen, Utopien und Widersprüchen so dicht zu beschreiben, dass die politischen und historischen Umstände darin wie selbstverständlich anwesend sind, so die Jury weiter.

Der Preis würdigt herausragende literarische Werke, in denen sich Bezugspunkte zur Poetik Uwe Johnsons (1934-1984) finden und deren Blickwinkel unbestechlich und jenseits «einfacher Wahrheiten» auf deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft gerichtet ist.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Walter Kempowski, Jürgen Becker, Joochen Laabs, Norbert Gstrein, Uwe Tellkamp, Christa Wolf, Christoph Hein, Lutz Seiler, Jan Koneffke, Jenny Erpenbeck und Iris Wolff.

Vergeben wird die Auszeichnung von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg und Gentz Rechtsanwälte und Notare im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis, der 2025 an Kurt Tallert ging.

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