03. November 2026 – dpa
Erneut wurden präparierte Halloween-Süßigkeiten entdeckt. Ein weiteres Kind verletzt sich daran.
Ein Kind ist in Mecklenburg-Vorpommern durch eine manipulierte Halloween-Süßigkeit verletzt worden. Durch eine versteckte Nadel zog sich das Kind aus Neustadt-Glewe im Kreis Ludwigslust-Parchim leichte Verletzungen im Mundbereich zu, wie die Polizei mitteilte. Zuvor war bereits ein neunjähriges Mädchen in Niedersachsen durch einen manipulierten Schokoriegel an der Zunge verletzt worden.
Dem Rostocker Polizeipräsidium wurden außerdem noch drei weitere Vorfälle, alle aus dem Kreis Nordwestmecklenburg, gemeldet: In Gadebusch, Carlow sowie in Schönberg meldeten sich demnach Personen, nachdem sie verschiedene mit Nadeln präparierte Süßigkeiten gefunden hatten. In allen Fällen seien die Süßigkeiten am Abend des Halloween-Festes gesammelt worden.
Gegen Dienstagmittag gab das Polizeipräsidium Neubrandenburg zudem bekannt, dass die Polizei einen weiteren möglichen Fall aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen prüfe. Über die Online-Wache habe sich ein Mann gemeldet, dessen Sohn Süßigkeiten in der Gemeinde Sundhagen gesammelt habe. In einem Schokoriegel sei mutmaßlich ein Drahtstift festgestellt worden. Verletzt wurde demnach niemand. Der Riegel sei sichergestellt worden, die näheren Umstände würden geprüft. Demnach war zunächst nicht abschließend geklärt, ob sich der Vorfall wie geschildert ereignet habe.
Bereits am Montagvormittag hatte die Polizei über einen ersten Fall in Schönberg informiert. Dort seien Nadeln in Schokoriegeln entdeckt worden. Daraufhin bat die Polizei Eltern, die gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder sorgfältig zu überprüfen. Wie die Nadeln in die Süßigkeiten gelangten und wer dafür verantwortlich ist, war demnach Gegenstand von Ermittlungen.
Eltern sollten bei der Kontrolle der Süßigkeiten insbesondere auf mögliche Einstichstellen, beschädigte Verpackungen oder andere Auffälligkeiten achten, hieß es. Auch bei äußerlich unbeschädigten Verpackungen sei Aufmerksamkeit geboten. Wer verdächtige Süßigkeiten entdeckt, sollte diese nicht verzehren, mit Verpackung aufbewahren und sich an die Polizei wenden.
In zahlreichen Bundesländern wurden Polizeiberichten zufolge Süßigkeiten mit Nadeln, Nägeln, Schrauben und anderen Metallteilen manipuliert. Betroffen sind Schokoriegel, Kaubonbons, Weingummi und Waffelschnitten. Fälle wurden in fast allen Bundesländern gemeldet. Auch in Österreich wurden ähnliche Funde öffentlich.