15. Oktober 2026 – dpa
Den Statistikern zufolge ist der Abwärtstrend in der Tierhaltung gestoppt. Ein Rekord wird aus den Hühnerställen gemeldet.
Nach einem jahrelangen Abwärtstrend hat sich die Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern laut Statistischem Landesamt stabilisiert. Am Stichtag 3. November 2025 zählte das Amt 443.861 Rinder und damit fast 1.200 mehr als ein Jahr zuvor. Allein die Zahl der Milchkühe stieg dabei um 950 auf 145.072.
Auch in den Schweineställen des Landes stehen wieder mehr Tiere, wie das Amt weiter berichtete. «Mit einem Zuwachs von 6,3 Prozent kletterte der Schweinebestand auf rund 606.600 Tiere.»
Agrar-Experten bemängeln eine zu geringe Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern. Mit Tierzucht und -mast können Landwirte mehr Geld verdienen als mit Produkten vom Acker. Auch wird ein gewisses Maß an Dung für die Felder benötigt.
Für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft werden ein bis zwei Großvieheinheiten - das entspricht zum Beispiel einem Rind oder acht bis zehn Schweinen - je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche empfohlen. In Mecklenburg-Vorpommern mit seinen gut 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wird dieser Wert nicht erreicht.
Zehn Jahre zuvor hatten noch deutlich mehr Tiere in den Ställen in Mecklenburg-Vorpommern gestanden. Am 3. November 2015 zählte das Amt 561.075 Rinder und 748.455 Schweine.
In den Hühnerställen blieb die Zahl der Legehennen-Plätze dem Amt zufolge mit 2,9 Millionen zuletzt stabil, ihre Auslastung stieg aber von 85,8 Prozent 2024 auf zuletzt 88,6 Prozent. Die Hennen legten laut Amt im vergangenen Jahr 769 Millionen Eier und damit so viele wie nie zuvor.
Bundesweit wurden im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt 13,7 Milliarden Eier in Betrieben von Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen produziert. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden nur die Zahlen in Unternehmen ab dieser Größe erhoben.