24. September 2026 – dpa
MV war im Berliner Olympia-Konzept als Segelstandort vorgesehen. Nach dem Rückzug der Hauptstadt aus dem Bewerberfeld setzt der Nordosten mit Warnemünde auf die Chancen für Köln-Rhein-Ruhr.
Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese (SPD) hat Berlins Rückzug von einer Olympia-Bewerbung bedauert, aber als folgerichtig bezeichnet. «Der Olympia-Bewerbung wurde buchstäblich der Stecker gezogen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das sei bedauerlich, da das Konzept «Berlin+» stark auf Nachhaltigkeit und Infrastrukturentwicklung gesetzt und neben Berlin Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern umfasst habe.
Genau diese nachhaltige Nutzung bestehender Sportstätten und Infrastruktur sei aber auch Kern der Olympia-Bewerbung Köln-Rhein-Ruhr, in die sich Warnemünde neben seinem erstklassigen Segelrevier und der guten Verkehrsanbindung hervorragend einfüge. «Ich sehe Köln-Rhein-Ruhr auf Augenhöhe mit München. Und Warnemünde könnte der entscheidende Faktor für den Zuschlag sein», sagte Drese.
Mit den Yachthäfen Mittelmole und Hohe Düne sowie mit der neu gebauten Sportschule Warnemünde verfüge das Ostseebad über eine exzellent ausgestattete maritime Infrastruktur. Das trage dazu bei, dass Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland tragfähig, bezahlbar und nachhaltig seien.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entscheidet am Samstag in Baden-Baden, ob München oder Köln-Rhein-Ruhr als deutscher Bewerber ins Olympia-Rennen geht. Auch Drese wird in Baden-Baden anwesend sein.