23. Oktober 2026 – dpa
Die Tage werden kürzer und der Berufsverkehr verlagert sich in die Dunkelheit und Dämmerung. Gerade auf dem Land begünstigt dies Wildunfälle. Die Polizei gibt Ratschläge.
Angesichts zahlreicher Wildunfälle mahnt die Polizei Autofahrer zur Aufmerksamkeit. Seit Anfang der Woche hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern nach eigenen Angaben mehr als 260 Wildunfälle registriert. Überwiegend blieb es demnach bei Sachschäden.
Am Dienstag sei ein 16-Jähriger mit seinem Leichtkraftrad bei Neustrelitz mit Damwild zusammengestoßen. Demnach stürzte er und kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Ein 17-jähriger Mopedfahrer kollidierte laut Polizei am Donnerstagabend im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit einem Wildschwein. Auch er stürzte demnach und verletzte sich leicht.
Während derzeit die Tage kürzer werden, steigt laut Polizei insbesondere in den Morgen- und Abendstunden die Gefahr von Wildunfällen. Bei Dunkelheit und in der Dämmerung seien Wildtiere oft erst spät zu erkennen. «Besonders auf Landstraßen und in ländlichen Regionen müssen Verkehrsteilnehmer daher mit plötzlich querendem Wild rechnen.»
Die Polizei verwies auch auf die bevorstehende Zeitumstellung in der Nacht zu Sonntag. Durch die Umstellung auf die Winterzeit verschiebe sich der Berufsverkehr am Morgen und Abend stärker in die Dämmerung beziehungsweise Dunkelheit. Das gewohnte Verhalten der Wildtiere könne sich mit den veränderten Lichtverhältnissen überschneiden.
Die Polizei empfiehlt, die Geschwindigkeit anzupassen, aufmerksam zu fahren und jederzeit bremsbereit zu sein. Wenn ein Tier die Fahrbahn quere, sollte mit weiteren Tieren gerechnet werden. Von riskanten Ausweichmanövern rät die Polizei ab. Kommt es zum Unfall, sollten verletzte oder getötete Tiere nicht angefasst werden.