15. September 2026 – dpa
28. Verhandlungstag
Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian wird ein wichtiger Verhandlungstag erwartet. Erneut muss sich die Angeklagte Fragen stellen - zuletzt traten dabei einige Widersprüche zutage.
Viereinhalb Monate nach dem Beginn des Mordprozesses um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow will das Gericht die Angeklagte am Dienstag (ab 9.30 Uhr) abermals befragen. Erst Anfang September hatten die Verteidiger einer Befragung ihrer Mandantin zugestimmt. In der ersten Runde dieser Anhörung stritt die Beschuldigte in der vergangenen Woche eine Beteiligung an der Tat weiter ab. Der Richter reagierte mehrfach irritiert.
Die 30-jährige Frau soll Fabian laut Anklage am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen.
In dem seit dem 28. April laufenden Indizienprozess wurden bereits Dutzende Zeugen gehört und zahlreiche Gutachten vorgelegt. Eigentlich sollte der letzte Verhandlungstag bereits am 10. September laufen. Durch neue Zeugenaussagen und die Befragung der Angeklagten zieht sich der Prozess aber nun weiter in die Länge.