18. September 2026 – dpa

Medizintechnik

Ypsomed bekommt grünes Licht für Windenergieanlage

Das Medizintechnikunternehmen Ypsomed macht den Schweriner Standort fit für die Zukunft. Neben dem Ausbau der Produktion wird nun auch die Energieversorgung nachhaltiger.

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Der Schweizer Medizintechnikhersteller Ypsomed wächst in Schwerin weiter. (Symbolbild)

Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Ypsomed darf auf seinem Firmengelände in Schwerin-Krebsförden eine neue Windenergieanlage errichten und betreiben. Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) wird den Genehmigungsbescheid am Freitagnachmittag bei einem Besuch am Produktionsstandort übergeben, wie das Umweltministerium am Morgen mitteilte.

Die Anlage vom Typ Vestas V162 verfügt über eine Leistung von 7,2 Megawatt. Sie soll eine Nabenhöhe von 169 Metern und eine Gesamthöhe von 250 Metern haben. Gemeinsam mit der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage soll sie zur nachhaltigen Eigenstromversorgung des Produktionswerks beitragen.

Bei seinem Besuch will sich Backhaus zunächst über den Baufortschritt beim Ausbau des Produktionswerks II informieren. Ypsomed produziert in Schwerin Injektionssysteme zur Selbstverabreichung flüssiger Medikamente. Am Standort sind derzeit rund 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Ypsomed ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Burgdorf bei Bern. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen weltweit Marktführer bei Infusionssets und Injektionsgeräten für Diabetiker zur Verabreichung flüssiger Medikamente, sogenannten Pens. Seit August 2019 produziert Ypsomed in Schwerin. Das Unternehmen möchte seine Produktionskapazitäten erheblich erweitern. In den kommenden drei Jahren sollen nach Unternehmensangaben rund 500 weitere Arbeitsplätze entstehen. Zudem will Ypsomed mehr als 500 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktion investieren.

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