18. September 2026 – dpa

Öko-Landwirtschaft

Bio-Betriebe öffnen bei Bio-Landpartie in MV ihre Tore

Wer Lust auf frische Äpfel, Büffel-Erlebnisse oder eine Bauernhof-Besichtigung hat, wird bei der Bio-Landpartie in MV fündig. Das bieten die teilnehmenden Höfe am Samstag.

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Landwirtschaft hautnah erleben können Besucher bei der Bio-Landpartie in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild)

Äpfel ernten, Tiere füttern, Traktor fahren - die 19. Bio-Landpartie in Mecklenburg-Vorpommern bietet nach Angaben der Organisatoren neben Einblicken in den ökologischen Landbau auch zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Landesweit 57 Bio-Höfe und -Betriebe öffnen an diesem Samstag (19. September) ihre Tore. Von 10.00 bis 17.00 Uhr können Besucher die Betriebe kennenlernen, Produkte probieren und sich über Öko-Landwirtschaft informieren. Veranstalter ist der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in MV.

Die Teilnehmerliste reicht demnach von Bio-Käsereien, Bäckereien und Mostereien über Mühlen und Fleischereien bis zu Imkereien, Gärtnereien und regionalen Vermarktern. Geplant seien unter anderem Führungen, Trecker- und Kremserfahrten, Verkostungen sowie verschiedene Mitmachangebote. Kinder können demnach Tiere erleben, reiten oder Stroh-Hüpfburgen nutzen.

Eröffnet wird die Bio-Landpartie auf dem Hof Dudziak bei Neustrelitz durch Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Dort sind unter anderem Hofführungen, ein Wissensquiz, die Verkostung und der Verkauf hofeigener Produkte sowie ein Kinderprogramm angekündigt. Der Betrieb zeige, wie regionale Vermarktung erfolgreich umgesetzt werde, so Burkhard Roloff vom BUND.

Auf dem Büffelhof Seekoppel in Roggow bei Rerik sind Hofführungen und Spaziergänge zu den Büffeln am Salzhaff geplant. Der «Appelhoff-Plau» bietet Rundgänge über eine mehr als 100 Jahre alte Apfelwiese sowie Verkostungen verschiedener Apfelsorten. Auf dem Ökohof Ranch am Torfmoor auf Rügen dreht sich alles um das Pommernschaf, unter anderem mit Schauscheren und Schau-Spinnen der Wolle. Auf dem Demeter-Hof Medewege bei Schwerin können Besucher unter anderem Bäckerei, Gärtnerei sowie Schweine- und Kuhstall besichtigen.

Als ein Highlight macht Roloff den Hof in Gessin bei Basedow aus. Dort gehe es um die Verbindung von Bio-Anbau und Agroforstwirtschaft - eine nachhaltige Form der Landnutzung, bei der Bäume bewusst mit Ackerkulturen kombiniert werden. «Eine ganz alte Methode, die man jetzt wieder entdeckt hat», erklärt Roloff. «Das sieht auch ganz schick aus.» Die Ergebnisse eines zweijährigen bürgerschaftlichen Monitorings zu Flora und Fauna sollen dort ebenfalls vorgestellt werden.

Neben der Landwirtschaft richtet der BUND den Blick auf die Verarbeitung von Bio-Produkten in Mecklenburg-Vorpommern. Den Angaben zufolge sind im Land 395 verarbeitende Betriebe bio-zertifiziert. Das entspreche zwei Prozent und sei der geringste Anteil im Vergleich der Flächenländer. Es fehlten unter anderem weitere Bio-Schlachtereien und Zerlegungsbetriebe, Brotgetreide-Mühlen sowie Verarbeitungsbetriebe für Kartoffeln und Gemüse. Auch bei den Lagerkapazitäten für Bio-Getreide, Raps, Kartoffeln und Gemüse bestehe Nachholbedarf.

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