18. September 2026 – dpa
Das Hamburger Literaturfestival Harbour Front lockt wieder mit großen Namen. Den Start machen am Samstag Ulrich Tukur, Peter Tschentscher und Ingo Zamperoni. Und sie drehen sich um Amerika.
Mit einem ungewöhnlichen Auftakt startet am Samstag das 17. Harbour Front Literaturfestival im Hamburger Thalia Theater. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher liest am Nachmittag (16.00 Uhr) aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776.
Der offizielle Auftakt des Festivals, das zu den größten Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum zählt, dreht sich um das Motto «Hamburg liest Amerika - The American Dream: eine verlorene Liebe?».
Neben Tschentscher werden auch prominente Schauspielerinnen und Schauspieler - unter ihnen Ulrich Tukur, Joachim Meyerhoff, Christiane von Poelnitz, Catrin Striebek und Oda Thormeyer - sowie der Chor der HAW Hamburg Gastbeiträge beisteuern. Auch Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda wird erwartet. Er wird inhaltlich einen Bogen zu Bruce Springsteen schlagen.
Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind ebenfalls Thema bei der Würdigung der vor 125 Jahren von dem Hapag-Reeder Albert Ballin errichteten Auswandererhallen Ballinstadt. Ingo Zamperoni und Jiffer Bourguignon performen dazu ihren Podcast «Amerika, wir müssen reden!» live auf der Bühne.
Am Abend geht es im Thalia Theater (20.00 Uhr) weiter mit einem geopolitischen Live-Experiment. Unter dem Titel «Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel» wagt die Zukunftsforscherin Florence Gaub einen Blick in das Jahr 2030. Über die nach diesen Erkenntnissen notwendigen Schritte entscheiden Außenminister Johann Wadephul (CDU), junge Hamburger Zukunftsforscherinnen und Zukunftsforscher sowie das Publikum gemeinsam.
Das Harbour Front 2026 ist die zweite Ausgabe unter der künstlerischen Leitung von Joachim Lux. Der langjährige Intendant des Hamburger Thalia Theaters hatte das Festival 2025 neu positioniert, neue Gesprächsreihen sowie literaturhistorische und politische Formate gestartet.
Vom 19. September bis zum 11. Oktober lädt das Literaturfestival erneut zu einem umfangreichen Programm mit internationalen Bestellerautorinnen und -autoren, Lesungen, Gesprächen, Konzerten und Sonderformaten an diversen Orten in der Hansestadt ein, bei denen es zu Begegnungen aus Literatur, Politik, Wissenschaft und Kunst kommt.
In diesem Jahr werden bei den 70 Veranstaltungen an den 20 Spielorten etwa 30.000 Menschen erwartet.