Nach dem heftigen Unwetter in der Müritz-Region am Freitagabend wird es heute eine Krisensitzung geben. Noch immer stehen entlang vieler Straßen beschädigte Bäume, von denen teilweise Gefahr ausgeht. In den kommenden Tagen sollen Experten das gesamte Schadensausmaß begutachten. Gleichzeitig setzen Bauhöfe, Forstbetriebe und Straßenbauämter ihre Aufräumarbeiten fort.
Obwohl das Unwetter nur rund 15 Minuten dauerte, hat es in Teilen der Mecklenburgischen Seenplatte massive Verwüstungen angerichtet. Im Raum Stavenhagen und Teterow zog offenbar ein Tornado durch und hinterließ eine Spur der Zerstörung. Auf der Bahnstrecke zwischen Güstrow und Neubrandenburg sowie auf zahlreichen Straßen stürzten Bäume um. Betroffen war unter anderem die B 192 zwischen Roez und Malchow, die voraussichtlich heute gegen Mittag wieder für den Verkehr freigegeben werden soll.
Besonders schwer getroffen wurde die Gegend um Stavenhagen, wo zahlreiche Häuser beschädigt wurden. In Waren und Röbel kam es zu Stromausfällen, bei Warenshof wurden sogar zwei Strommasten zerstört.
Glück im Unglück hatten die Gäste einer Hochzeitsfeier bei Stavenhagen: Während sie in einer Gaststätte feierten, stürzte vor dem Gebäude ein Baum auf mehrere geparkte Autos. Verletzt wurde dabei niemand.
Die Aufräumarbeiten laufen inzwischen auf Hochtouren. Bis alle Schäden beseitigt sind, könnten jedoch noch mehrere Wochen vergehen.
Sturmschäden Müritz-Region