06. August 2026 – dpa
Schleswig-Holstein investiert in neue Drohnenabwehr und mehr Personal. Was Innenministerin Finke zur aktuellen Entwicklung sagt.
Auch in Schleswig-Holstein registrieren die Behörden weiterhin immer wieder verdächtige Drohnensichtungen. «Im ersten Halbjahr gab es 32 Drohnensichtungen», sagte Innenministerin Magdalena Finke (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Diese Zahl müsse allerdings eingeordnet werden. «Zunächst werden Drohnensichtungen gemeldet. Danach laufen die Ermittlungen: Waren das beispielsweise legale Drohnenüberflüge von Unternehmen oder von Privaten.» Deswegen konkretisiere sich diese Zahl im Laufe der Ermittlungen.
Im vergangenen Jahr gab es In Schleswig-Holstein 148 gemeldete mutmaßliche Drohnensichtungen. Bei einer ganzen Reihe konnten die Behörden illegale Drohnenüberflüge ausschließen. Die weiteren Ermittlungen dauern teilweise aufgrund der Komplexität noch an.
Die Landespolizei ist nach Angaben des Innenministeriums sehr gut auf den Umgang mit handelsüblichen Drohnen vorbereitet. Geräte zur Drohnenabwehr schaffte die Polizei im Norden bereits im Laufe der Jahre 2024 und 2025 an. Im laufenden Jahr stehen weitere Haushaltsmittel für die Beschaffung von Technik zur Drohnenerkennung und Abwehr bereit.
«Wir haben bereits reagiert. Wir haben mehr Stellen für die Landespolizei geschaffen, die gerade besetzt werden», sagte Ministerin Finke. Das Land baue eine Drohnenabwehreinheit auf. Die CDU-Politikerin sieht Schleswig-Holstein auch im Bundesvergleich bei dem Thema gut aufgestellt.
«Auch die Zusammenarbeit zwischen den Nordländern ist noch enger geworden. In Schleswig-Holstein übernehmen wir immer wieder eine führende Rolle», sagte Finke. Die Koalition sei derzeit dabei, die Befugnisse bei der Drohnenabwehr nachzuschärfen.