23. August 2026 – dpa

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ARD-Reihe «Nord bei Nordwest»: Lebendig begraben

Eine grausame Mordreihe beschäftigt die Ermittler der ARD-Reihe «Nord bei Nordwest»: Zwei Menschen werden lebendig auf einem Friedhof begraben. Könnte ein 21 Jahre alter Fall damit zu tun haben?

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Auf dem Schwanitzer Friedhof wird ein grausiger Fund gemacht., Foto: Gordon Timpen/ARD/dpa

Wann läuft endlich was zwischen den beiden Ermittlern? Auch wenn bei der ARD-Serie «Nord bei Nordwest» natürlich immer ein Kriminalfall im Mittelpunkt steht, die wichtigste Frage ist aber nach wie vor: Sind die Hauptfiguren Hauke Jacobs und Hannah Wagner nun also verliebt? Immerhin träumt Jacobs im neuen Film von ihnen beiden beim gemeinsamen morgendlichen Aufwachen, nackt im Bett.

Zwischen den beiden zusammenarbeitenden Ermittlern - wobei er hauptberuflich Tierarzt ist - läuft schon länger ein Flirt oder vielmehr eine professionelle Partnerschaft voller unausgesprochener Spannungen. Aber sie siezen sich sogar noch in diesem romantischen Traum.

Der Einstieg zur neuen Folge immerhin lässt nun etwas Dynamik in dieser Beziehung vermuten - und, so viel sei schon vom Schluss der Folge verraten, es soll nicht der einzige aufgeladene Traum bleiben, von dem die Zuschauer mitbekommen dürfen.

Die ARD zeigt die neue Folge «Das dritte Grab» der Reihe «Nord bei Nordwest» am 27. August um 20.15 Uhr im Ersten. Wer nicht so lange warten möchte, kann den Film ab morgen, 24. August, der ARD-Mediathek schon streamen.

Hauke Jacob (gespielt von Hinnerk Schönemann) kam einst als Tierarzt in den fiktiven Ort Schwanitz, um dort ein ruhiges Leben zu beginnen. Aber als ehemaliger Ermittler der Hamburger Polizei ist er immer an der Seite von Oberkommissarin Hannah Wagner (Jana Klinge), wenn in Schwanitz etwas Schwerwiegendes passiert.

Die Serie lebt von den schon erwähnten Spannungen zwischen Jacob und Kommissarin Wagner. Aber sie ist nicht die einzige, die Jacob ansprechend findet: Auch zwischen seiner Partnerin in der Tierarztpraxis, Jule Christiansen (Marleen Lohse), und ihm knistert es regelmäßig.

Eine Leiche gibt es natürlich in der aktuellen Folge auch: Auf einem Friedhof fällt ein Kreuz auf einem frischen Grabhügel auf, darauf steht «Mörder». Das Grab war für eine Beerdigung ausgehoben worden, dann aber in der Nacht zuvor genutzt worden, um einen schlicht gezimmerten Sarg zu versenken. Darin ein Mordopfer, begraben noch bei lebendigem Leibe.

«Wer in Gottes Namen tut so etwas Grauenhaftes?», fragt der Friedhofsverwalter, der den Sarg gefunden hat, die Polizisten mit sichtlichem Entsetzen im Gesicht. «Die Widmung auf dem Kreuz legt nahe, dass der Täter das Opfer ebenfalls für einen Mörder hielt, und ihn grausam für die Tat bestrafen wollte», stellt Tierarzt beziehungsweise Ermittler Jacobs die Arbeitshypothese für den Fall auf.

Das Opfer ist Olaf Dannenberg, ein reicher Privatier. Wen könnte er also ermordet haben? Da wäre vielleicht Gerlinde von Kloppstock, die ebenfalls auf dem Friedhof begraben ist - eine Großtante von Olaf, der sie vor ihrem Tod gepflegt und sie ihn dafür zum Erben ernannt hat. «Das ist interessant. Vielleicht hat er bei ihrem Ableben ein bisschen nachgeholfen», stellt Polizistin Hannah Wagner rasch fest.

Aber auch der Verwalter, der die Leiche gefunden hat, und seine Bekannte, geben sich dubios: Bestehlen sie etwa Verstorbene um ihr letztes wertvolles Hab und Gut am Körper? Dazu verfallen die beiden - die herrische Brigitte Grimm und der dramatische Friedhofsverwalter Dirk Eilers, herrlich gespielt von Oda Thormeyer und Arnd Klawitter, gar in Panik, als sie hören, wer da lebendig begraben wurde.

Doch die Ermittler kommen erst mal nicht weiter, sie arbeiten sich durch alte Fälle. Bis Jacobs am Grab seiner Mutter auf dem besagten Friedhof von einem - fast schon mysteriös auftauchenden - ehemaligen Leiter des Polizeireviers der Stadt angesprochen wird: «Ich bin hier, weil ich vorher woanders war, also in einer anderen beruflichen Angelegenheit hier in der Nähe.»

Auch wenn der Grund für sein Auftauchen offensichtlich vorgeschoben ist, so kommen die Ermittler nun jedoch auf den entscheidenden Gedanken: Der ehemalige Revierleiter Lorenz Hummel hat einst am Fall eines Familienvaters gearbeitet, der vor 21 Jahren spurlos verschwunden ist. Und viele Beteiligte des aktuellen Falls gehörten zu dessen Umfeld.

Die vielleicht beste Szene an der Folge: Hummel sitzt im beigen Schnüffler-Trenchcoat und mit schwarzen Lederhandschuhen an seinem alten Schreibtisch im Revier, ihm gegenüber wie die Schulkinder die heutigen Ermittler, beide sichtlich irritiert. Und Lorenz stellt die entscheidende Frage: Angenommen das heutige Mordopfer hatte was mit dem Verschwinden damals zu tun und wurde nun dafür bestraft, «warum erst jetzt, 21 Jahre später?».

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