15. Oktober 2026 – dpa

Energie

CDU legt Energiekonzept für Hamburg vor

Die CDU will die Energiepolitik in Hamburg stärker an Wirtschaft und Versorgungssicherheit ausrichten. Auch die Kernenergie gehört zum jetzt von der Fraktion vorgestellten Konzept.

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Mit einem Energiekonzept will die CDU-Fraktion Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit stärken. (Archivbild)

Mit einem eigenen Energiekonzept will die CDU-Bürgerschaftsfraktion die Energieversorgung in Hamburg sicherer, bezahlbarer und zukunftsfähiger machen. Dabei setze man neben einer technologieoffenen Wärmewende, der Nutzung öffentlicher Gebäude als Energie-Hubs und dem Ausbau der Wasserstofftechnologie auch auf die Kernenergie, sagte Fraktionschef Dennis Thering bei der Vorstellung des Papiers.

Zudem brauche es einen Ausbau der norddeutschen Stromallianz und eine Stärkung der europäischen Energiepartnerschaften.

Die Energieversorgung sei längst nicht mehr nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern angesichts hoher Preise für viele Hamburgerinnen und Hamburger mittlerweile ein «existenzielles Problem», sagte Thering. «Sie ist vor allem auch eine Frage von Wohlstand, von Wettbewerbsfähigkeit, von Arbeitsplätzen und vor allem auch zunehmend Thema des sozialen Zusammenhalts.»

Für Hamburg als Industriestandort, Hafenmetropole und wirtschaftliches Zentrum Norddeutschlands sei eine sichere und vor allem bezahlbare Energieversorgung von entscheidender Bedeutung. Deshalb gehöre «der ganze Bereich eigentlich in die Wirtschaftsbehörde», sagte er. Im rot-grünen Senat ist das Thema Energie bei der Umweltbehörde angesiedelt.

Im Rahmen der Technologieoffenheit tritt die CDU - neben der Weiterentwicklung der Erneuerbaren - auch für die der Atomenergie ein, sagte der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Markus Kranig. Hamburg soll dabei «in den Bereichen der Kernfusion und moderner Kernenergietechnologien führend» werden.

Um nicht voreilig Fakten zu schaffen, sei seine CDU auch gegen den weiteren Abriss noch bestehender Atomkraftwerke, sagte Thering. Zugleich stellte er jedoch klar: «Wir haben hier kein Kernkraftwerk, wir wollen in Hamburg auch kein Kernkraftwerk errichten, um das an dieser Stelle auch noch mal sehr deutlich zu sagen.»

Den Senat forderte Thering auf, die Ausstattung der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaik voranzutreiben. «Da sind wir von den Potenzialen noch weit entfernt».

Um eine flächendeckende Energieversorgung sicherzustellen, müsse zudem das Stromnetz weiter ausgebaut werden, sagte Kranig. Für die CDU gelte dabei der Grundsatz «Stromnetz first». «Dann muss man auch mal andere Dinge - lass es einen Radweg sein - hinten anstellen.» Zudem müsse das Netz «smarter» werden. Neben dem Einbau von Energiespeichern gehe es dabei unter anderem auch um «smarte Tarife» für die Verbraucher.

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