15. Oktober 2026 – dpa

Geldwäsche-Verdacht

Ermittler sichern Immobilien im Wert von 1,8 Millionen Euro

Durchsuchungen in Molfsee und Hamburg, beschlagnahmte Häuser in Molfsee und Hamm: Ermittler verfolgen mutmaßliche Geldwäsche- und Steuerdelikte. Welche Spur möchten sie jetzt aufklären?

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Einsatzkräfte haben wegen Verdachts der Geldwäsche zwei Immobilien beschlagnahmt. (Symbolbild)

Wegen des Verdachts der Geldwäsche ermitteln die Behörden gegen zwei Männer aus Schleswig-Holstein. Einsatzkräfte beschlagnahmten am Mittwoch in Molfsee bei Kiel und im nordrhein-westfälischen Hamm zwei Immobilien mit einem Schätzwert von rund 1,8 Millionen Euro, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Beamte vollstreckten Vermögensarreste in Höhe von rund 470.000 Euro und durchsuchten Objekte in Molfsee und Hamburg.

Der Einsatz stand im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen der Taskforce Geldwäsche. Den Männern wird vorgeworfen, erhebliche Einnahmen aus Straftaten verschleiert in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust und dafür die beiden Immobilien erworben zu haben. Bei dem Einsatz am Mittwoch ging es darum, weitere Beweismittel zur Aufklärung der Geldflüsse, der Finanzierungsstrukturen sowie der Tatbeiträge und Tatbeteiligten zu sichern.

Zeitgleich durchsuchte die Staatsanwaltschaft Kiel gemeinsam mit der Steuerfahndung wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung Objekte in Kiel und Molfsee. Diese Ermittlungen richten sich gegen einen der beiden Beschuldigten.

Schleswig-Holsteins Justizministerin Kerstin von der Decken wertete das Vorgehen als Beleg dafür, dass der Rechtsstaat der Organisierten Kriminalität und der Geldwäsche entschlossen entgegentrete. «Wir nehmen nicht nur Täter ins Visier, sondern auch ihre Vermögenswerte.» Straftaten dürften sich nicht lohnen. Innenministerin Magdalena Finke (beide CDU) bezeichnete die konsequente Beschlagnahme illegaler Vermögen als entscheidenden Hebel im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. «Wer kriminelle Geschäfte macht, kann sich seiner Gewinne nicht sicher sein.»

Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) erklärte, der Einsatz gegen einen mutmaßlichen Fall von Steuerhinterziehung und Geldwäsche zeige, wie wichtig das enge Zusammenwirken der Behörden sei. «Mit unserer Task Force Geldwäsche bündeln wir Wissen und Kompetenzen, um illegale Finanzströme aufzudecken und kriminelle Vermögenswerte konsequent sicherzustellen.»

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