12. Oktober 2026 – dpa

Naturkundemuseum

Gwosdz rudert im Museums-Streit zurück - Kritik aus Fraktion

Seine Kritik am geplanten Naturkundemuseum sorgte bei SPD und Grünen-Senatorinnen für Unmut. In seiner Fraktion sieht sich Michael Gwosdz mit seinen Bedenken an teuren Großprojekten aber nicht allein.

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Auch aus der Fraktion gab es Kririk an Gwosdz' Vorstoß zum Naturkundemuseum. (Archivbild)

Die Rolle rückwärts ihres Vorsitzenden Michael Gwosdz bei seiner Kritik am geplanten Naturkundemuseum ist in der Grünen-Bürgerschaftsfraktion teils auf Unverständnis gestoßen. «Die Diskussion war unaufgeregt, auch wenn es Kritik gab», sagte Gwosdz nach der Fraktionssitzung am Abend der Deutschen Presse-Agentur. «Es wurde an einigen Stellen der Wunsch geäußert, stärker einbezogen zu werden.»

Gwosdz hatte Ende vergangener Woche angesichts von je nach Standort nötigen Investitionen von 500 oder gar 600 Millionen Euro für das Museum ein Umsteuern gefordert - und damit nicht nur beim Koalitionspartner SPD, sondern auch bei den Grünen-Senatorinnen Katharina Fegebank (Umwelt) und Maryam Blumenthal (Wissenschaft) für Unmut gesorgt.

Am Montag hatte er dann zurückgerudert und bedauert, dass der Eindruck entstanden sei, dass sich die Grünen-Fraktion gegen die Einhaltung des Staatsvertrags und ein mögliches Naturkundemuseum stellen würde. Vor diesem Hintergrund sei der Vorstoß vom vergangenen Freitag ein Fehler gewesen.

Inhaltlich würden seine Bedenken aber von der Fraktion getragen, sagte Gwosdz am Abend. «Die Debatte hat gezeigt, die Fraktion teilt das Anliegen, dass man angesichts der Haushaltslage kritischer auf die großen Projekte schaut und fragt, was brauchen wir jetzt vordringlich und wollen es daher prioritär vorantreiben.»

Und auf die Frage, ob der Zwist mit den Senats-Grünen mit der neuen Erklärung nun vom Tisch sei, sagte er: «Für uns Grüne intern ist die Sache damit erledigt.»

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