02. November 2026 – dpa

Polizeibilanz

Halloween-Nacht verlief in der Region Lübeck meist friedlich

In Lübeck und Umgebung kam es am Halloween-Abend zu keinen größeren Ausschreitungen. Dennoch hatte die Polizei mit Ruhestörungen, Randale und dem Abbrennen von Pyrotechnik zu tun.

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Die Halloween-Nacht im Südosten Schleswig-Holsteins verlief nach Angaben der Polizei recht friedlich. (Symbolbild)

Die Halloween-Nacht in Lübeck und dem Kreis Ostholstein verlief aus Sicht der Polizei größtenteils ruhig. Dennoch hätten Ruhestörungen, das Zünden von Pyrotechnik sowie kleinere Brandgeschehen die Einsatzkräfte beschäftigt.

Insgesamt habe man in der Nacht von Samstag auf Sonntag 16 Einsätze mit Bezug zum Halloween-Geschehen registriert, teilte die Polizeidirektion Lübeck mit. Davon beliefen sich zehn Einsätze auf das Lübecker Stadtgebiet und sechs Einsätze auf den Kreis Ostholstein.

In Lübeck seien Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr zu mehreren Kleinbränden gerufen worden. Jugendgruppen hätten mehrere Müllcontainer angezündet. Überdies sei es im gesamten Stadtgebiet zu Ruhestörungen durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern gekommen. Die Einsatzkräfte nahmen mehrere Anzeigen auf, unter anderem wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Feuer.

In der Lübecker Innenstadt wurde ein 15-Jähriger durch einen mutmaßlichen Elektroschocker am Bein verletzt. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde er von einer ihm unbekannten Personengruppe plötzlich im Bereich der Breiten Straße angegriffen.

Unmittelbar danach flüchteten die Tatverdächtigen. Eine sofort eingeleitete Fahndung im Nahbereich verlief erfolglos. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.

In Malente kam es zu einem Polizeieinsatz nahe des Kellersees. Nach bisherigen Erkenntnissen soll aus einer Personengruppe heraus ein vermeintlicher Molotowcocktail auf den Boden eines Weges geworfen worden sein. Im Rahmen der Maßnahmen konnten mehrere tatverdächtige Jugendliche festgestellt werden.

Ein 14-Jähriger leistete bei seiner Durchsuchung Widerstand und wurde im Anschluss an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Es wurden Anzeigen unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Zu weiteren Polizeieinsätzen kam es auch im Bereich Neustadt in Holstein und Heiligenhafen. Durch die Polizeibeamten wurden hier ebenfalls Sachverhalte in Bezug auf Pyrotechnik und randalierende Personengruppen aufgenommen.

Für die kommenden Jahre bittet die Polizei zu Halloween auf erhöhte Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen und Tieren. Kostüme könnten Angst oder Panik auslösen. Halloween sei zudem keine Ausrede für Vandalismus, so die Behörde. Das Fest solle für alle Beteiligten ein unbeschwertes und sicheres Erlebnis bleiben.

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