25. Oktober 2026 – dpa

Schnee und Glätte

Hamburg rüstet sich für den Winter: Lager voll mit Streugut

Hamburgs Stadtreinigung sieht sich gut aufgestellt für Schnee und Glätte. Nach dem vergangenen strengen Winter wurde die Beschaffung von Streusalz angepasst.

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Mit Salz und Schieber räumt Hamburgs Stadtreinigung die Straßen frei. (Archivbild)

Nach dem schneereichen letzten Winter ist die Hamburger Stadtreinigung nach eigenen Angaben gut vorbereitet auf die kommenden kalten Monate. «Wir fühlen uns sehr gut aufgestellt», sagte der Pressesprecher der Stadtreinigung, Kay Goetze. Für den Winterdienst stünden 729 Männer und Frauen mit 367 Fahrzeugen bereit.

Um auf den 4.385 Kilometern des Straßen- und Wegenetzes Schnee und Glätte zu beseitigen, habe die Stadtreinigung im September und Oktober bereits Probeläufe auf allen großen Betriebshöfen durchgeführt und die Technik überprüft.

Laut Goetze wurden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch mit Vorträgen über die theoretischen Aspekte des Winterdienstes geschult, etwa zum Einsatz von Streumitteln und zu den rechtlichen Hintergründen des Wegegesetzes. Die Stadtreinigung räumt neben den Fahrbahnen von Hauptstraßen auch Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Für Bürgersteige sind die Grundstückeigentümer zuständig.

Die Lager sind laut Stadtreinigung voll gefüllt. 16.950 Tonnen Salz und 3.700 Tonnen Kies liegen in den Silos und Hallen. Zudem stünden auch 428.000 Liter Tausalzlösung bereit. Die für den Privatgebrauch verbotenen Tausalze werden demnach nur dort eingesetzt, wo sie aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich und rechtlich zulässig sind.

Für durchschnittliche Winter seien die Vorräte ausreichend, sagte Goetze. Nach dem strengen Winter 2025/2026 sei mit den Lieferanten vereinbart worden, das je nach Bedarf Streugut nachbestellt werden kann.

Zu Beginn des Jahres hatte die CDU-Bürgerschaftsfraktion dem rot-grünen Senat vorgeworfen, den Winterdienst kaputtgespart zu haben. Außerdem forderte die oppositionelle Fraktion die gänzliche Aufhebung des Streusalzverbots.

Die von Katharina Fegebank (Grüne) geleitete Umweltbehörde wies die Vorwürfe zurück. So sei die Fahrzeugflotte seit 2011 verdreifacht und das bearbeitete Radwegenetz von 190 auf 600 Kilometer vergrößert worden. Bei Extremwetter setze man auf Personal von Partnerunternehmen, teilte die Umweltbehörde mit.

«Ein System vorzuhalten, das bei starkem Schneefall jeden einzelnen Weg in Hamburg sofort räumt, würde die Kosten auch in milden Wintern unverhältnismäßig in die Höhe treiben.» Im Januar 2026 habe es so viel Schnee wie seit 15 Jahren nicht mehr in Hamburg gegeben, argumentierte die Behörde. Die Erfahrungen des letzten Winters seien jetzt mit in die Planung eingeflossen.

Eine dauerhafte Aufhebung des Streusalzverbots für Privathaushalte sei im Hamburger Wegegesetz aus Umweltschutzgründen nicht vorgesehen, teilte die Behörde mit. Im vergangenen Winter war das Verbot zeitweise aufgehoben worden.

Die Stadtreinigung appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, sich rechtzeitig auf den privaten Winterdienst vorzubereiten und Streugut und Geräte zu besorgen. «Grundsätzlich gilt wie jedes Jahr: Es geht nur zusammen!», teilte der städtische Betrieb mit.

«Als Anliegerin oder Anlieger müssen Sie den Gehweg entlang Ihres Grundstücks unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls räumen bzw. sofort nach dem Entstehen von Eisglätte abstreuen (...)», heißt es auf der Webseite der Umweltbehörde.

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