21. August 2026 – dpa
Der Winter ist schneereich gewesen. Züge und Busse sind zeitweise wegen Warnstreiks nicht gefahren. Diese Umstände wirkten sich auf die Beschwerdebilanz aus, vermuten die VHH.
Die Hamburger Verkehrsunternehmen Hochbahn und Hadag, VHH sowie S-Bahn haben im ersten Halbjahr insgesamt mehr Kundenbeschwerden erhalten als im Vorjahreszeitraum. Die Beschwerden, die bei den vier Unternehmen eingingen, stiegen insgesamt um 4,9 Prozent auf ungefähr 18.400, wie aus Senatsantworten und einer Antwort der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) hervorging.
Das «Hamburger Abendblatt» hatte berichtet, dass die VHH die Beschwerdezahl wegen eines Fehlers zu niedrig angegeben hatten. Die Verkehrsbehörde stützte sich auf die falsche Angabe in einer Antwort an die CDU-Bürgerschaftsfraktion. Statt 3.249 Beschwerden gingen tatsächlich 7.204 bei den VHH ein, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage sagte.
Zu beachten ist, dass die VHH-Zahlen sich nur eingeschränkt vergleichen lassen, weil das Unternehmen zum zweiten Halbjahr 2025 die Erhebung angepasst hat. Letztlich gehen die VHH aber von einem moderaten Anstieg der Beschwerden aus. Die Entwicklung sei auf den «harten Winter» und Warnstreiks zurückzuführen, sagte die Sprecherin.