21. August 2026 – dpa
Rainer Wendt war viele Jahre Vorsitzender einer Polizeigewerkschaft. Über die Arbeit der Bundesregierung findet er keine guten Worte. Das CDU-Mitglied kritisiert seine Partei deutlich.
Der ehemalige langjährige Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat deutliche Kritik an der Bundesregierung geübt. Nirgends sei auch nur ansatzweise erkennbar, «dass diese Bundesregierung irgendwelche richtigen Schritte in die richtige Richtung macht», schrieb Wendt bei Facebook. Wendt ist CDU-Mitglied.
Bei der SPD sei «staatliche Großmanns- und Verschwendungssucht Programm.» Weiter schrieb Wendt: «Aber die Union war angetreten, das zu ändern. Jetzt ist sie in den Umfragen bei 20 Prozent angekommen und hofft natürlich darauf, dass sich ihre Spitzenfunktionäre durch Taschenspielertricks, gemeinsam mit den anderen Looser-Parteien, in das nächste Regierungsamt retten können.» Der Trend für die CDU allein gehe jetzt in Richtung 10 Prozent-Partei, schrieb er.
Unter anderem angesichts hoher Benzinpreise sprach er von staatlicher Abzockerei. Dem NDR sagte Wendt, er sehe «unglaublich viel Reformgerede, aber nichts, was den Bürgerinnen und Bürgern wirklich nutzt.» Wendt war bis zum Frühjahr Vorsitzender der Gewerkschaft und fast zwei Jahrzehnte lang im Amt.
Wendt gehört zum sogenannten Kompetenzteam der CDU Mecklenburg-Vorpommerns. Dort ist er für Sicherheit zuständig. Am 20. September wird im Nordosten ein neuer Landtag gewählt. In einer repräsentativen Insa-Umfrage unter 1.000 Wahlberechtigten ab 16 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern in der vergangenen Woche kam die CDU auf zehn Prozent.
CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters stellte sich hinter Wendt: Er spreche aus, was viele Menschen denken würden. «Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung ist ja keine Erfindung», sagte Peters dem NDR.