21. August 2026 – dpa
Nach dem Tod eines 15-Jährigen in Eckernförde erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage. Ein 22-Jähriger hatte sich zwei Wochen nach der Tat im März gestellt. Der Prozess könnte bald beginnen.
Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen in der Ostseestadt Eckernförde hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags und Verstoßes gegen das Cannabis-Gesetz erhoben. Zwei Wochen nach der Tat im März hatte sich ein 22 Jahre alter Mann aus Bremen gestellt, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler. Es sei allerdings schon zuvor ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt und erfolglos gefahndet worden. Zuvor hatten weitere Medien darüber berichtet.
Der 15-Jährige war Mitte März gestorben, nachdem vor einem Supermarkt in der Stadt in Schleswig-Holstein ein Streit eskaliert war. Nach Polizeiangaben kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen. Wenig später soll ein Auto davongefahren sein. Das hatten Zeugen damals beobachtet.
Hintergrund soll laut Bimler ein Geschäft mit Cannabis gewesen sein. Dabei sei der Jugendliche tödlich verletzt worden. Ob dies durch ein Messer geschah, könne der Oberstaatsanwalt nicht bestätigen. Nun gehe das Verfahren an das Landgericht in Kiel. Wann der Prozess gegen den Beschuldigten startet, ist den Angaben zufolge bisher nicht bekannt. Er könnte allerdings bereits im September beginnen.