19. Juni 2026 – dpa

Festival

Jazz bis Klassik: Martha Argerich holt Weltstars an die Elbe

Klassik, Jazz und große Namen: Das Martha Argerich Festival bringt wieder einmal große Namen und Musikvielfalt nach Hamburg – diesmal ist auch Kulturerbe-Theater mit dabei.

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Das Martha-Argerich-Festival findet in diesem Jahr vom 20. bis zum 30. Juni statt. (Archivbild), Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Starpianistin Martha Argerich hat wieder eingeladen – und zahlreiche Musikerinnen und Musiker von Weltklasse sind ihrem Ruf gefolgt: Von Samstag an kommen Musikfans beim Martha Argerich Festival Hamburg in den Genuss von Musik vieler Facetten.

Das zehntägige Festival bietet verschiedene musikalische Veranstaltungen, unter anderem zu klassischer Musik und Jazz, wie der Veranstalter Symphoniker Hamburg mitteilte. Neben den Konzerten der klassischen Musik wird es auch interdisziplinäre Formate und fernöstliche Theater- und Musikkultur auf dem Festival geben.

Ein Höhepunkt des Festivals ist in diesem Jahr die Aufführung aller zehn Violinsonaten Ludwig van Beethovens. Martha Argerich werde den Zyklus gemeinsam mit dem Stargeiger Maxim Vengerov über fünf Konzertabende hinweg gestalten. Das Projekt soll nach Hamburg auch in Paris und New York zu erleben sein.

In Hamburg treten die Sonaten zudem noch in Dialog mit japanischem Nō-Theater, zeitgenössischem Jazz und weiteren musikalischen Perspektiven. Das japanische Nō-Theater ist eine traditionelle darstellende Kunst, die von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt wird.

«Ich bin glücklich, dass ich nach Hamburg in die wunderbare Laeiszhalle zurückkehren darf – ein Konzertsaal, der einen besonderen Platz in meinem Herzen hat. Ganz besonders freue ich mich auf die Beethoven-Violinsonaten mit Maxim Vengerov. Nur in diesem besonderen Festival-Kontext ist eine Umsetzung der Sonaten im Dialog mit anderen Werken und Kulturen möglich», sagte die 85-jährige Martha Argerich laut Mitteilung.

Die argentinisch-schweizerische Pianistin spielt seit Jahrzehnten mit den renommiertesten Orchestern der Welt und wurde vielfach für ihre Kunst ausgezeichnet. Sie wird als «Königin am Klavier» bezeichnet und ist für ihr temperamentvolles Spiel bekannt. Schon mit drei Jahren spielte sie Klavier.

Das Festival startet am Samstag mit einer «Opening Night» im Großen Saal der Laeiszhalle. Martha Argerich begrüßt hier unter anderen den Opernsänger Michael Volle und Mischa Maisky, der als einer der bedeutendsten Cellisten der Gegenwart gilt. Beim Abschlusskonzert am 30. Juni sind neben Werken von Ludwig von Beethoven unter anderem auch neuer Jazz inspiriert von Gustav Mahlers «Lied von der Erde» zu erleben.

Hauptsächlich finden die zahlreichen Veranstaltungen des Festivals in der Laeiszhalle statt, es wird aber auch einen Konzertabend in der Elbphilharmonie und ein Format »Lieder ohne Grenzen« im Mojo Club auf der Reeperbahn geben. Bereits zum achten Mal gibt es das Festival in Hamburg.

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