29. Juni 2026 – dpa
2. Bundesliga
Kiels Coach Tim Walter hält sich zum Saisonziel bedeckt. Warum Neuzugang Kwilitaia und weitere Transfers für frischen Konkurrenzkampf sorgen könnten.
Vor knapp 500 Zuschauern ist Fußball-Zweitligist Holstein Kiel mit seinem Trainer Tim Walter in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Mit dabei auf der Sportanlage des Gettorfer SC war auch gleich der jüngste Zugang Giorgi Kwilitaia.
Die Verpflichtung des georgischen Nationalspielers vom französischen Erstliga-Absteiger FC Metz war am Vormittag bekanntgegeben worden. Der 32 Jahre alte Angreifer unterschrieb bei den Norddeutschen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027.
«Mit Giorgi gewinnen wir einen sehr erfahrenen klassischen Stoßstürmer», sagte Holsteins Sportgeschäftsführer Olaf Rebbe über den bislang 44-maligen Nationalspieler: «Er verfügt über enorme Präsenz im Strafraum, körperliche Robustheit und ein gutes Kopfballspiel. Darüber hinaus bringt er Führungsqualitäten mit.»
Vor den Fans präsentierte sich Kwilitaia ebenso wie die erst kürzlich auf Leihbasis verpflichteten Japaner Taisei Abe und Hiroki Sekine. Dagegen fehlten unter anderem der schwedische Nationalspieler Alexander Bernhardsson, der noch bei der WM ist sowie die Slowenen David Zec und Aldin Jakupovic und der Slowake Adrian Kapralik. Auch sie waren nach dem Ende der Zweitligasaison noch mit ihren Nationalmannschaften unterwegs.
Zum Thema Saisonziel hielt sich Tim Walter bedeckt. Mittelfeldspieler Jonas Meffert sagte lediglich, dass man «besser als letzte Saison» abschneiden wolle. Da hatten die «Störche» lange Zeit in akuter Abstiegsnot geschwebt und die Serie als Bundesligaabsteiger schlussendlich auf Platz zwölf beendet. Das große Ziel der Vorbereitung sei es «als Menschen und als Mannschaft» zusammenzuwachsen. Nur so sein eine erfolgreiche Serie möglich.
Weitere Transfers schloss Trainer Walter bis zum Saisonstart Anfang August nicht aus. Der 50 Jahre alte Coach setzt auf «Qualität und mehr Konkurrenz» auf jeder Position. Das erste Testspiel bestreiten die Kieler am Samstag gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia.