07. September 2026 – dpa
Gewalttat in Schleswig-Holstein: Mit einem machetenartigen Schwert attackiert ein Mann Reinigungskräfte – die Polizei vermutet einen psychischen Ausnahmezustand. Was bislang bekannt ist.
Bei einem Angriff mit einer Hiebwaffe auf Reinigungskräfte vor einem Mehrfamilienhaus in Ahrensburg sind zwei Menschen verletzt worden. Eine 43-Jährige wurde dabei gegen 9.45 Uhr lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Als ihr 54 Jahre alter Kollege helfen wollte, verletzte er sich beim Kontakt mit dem Tatverdächtigen selbst leicht. Der 32 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler waren die beiden Reinigungskräfte am Vormittag mit Reinigungsarbeiten in dem Mehrfamilienhaus beschäftigt, als sich ihnen der deutsche Tatverdächtige näherte. Weil der Mann sich ihnen mit einem langen, machetenartigen Schwert näherte, flüchteten die beiden Opfer ins Freie und suchten Zuflucht in ihrem Wagen. Der Tatverdächtige soll daraufhin eine Scheibe des Autos eingeschlagen und die Frau mittels einer Hiebwaffe lebensgefährlich verletzt haben, wie die Polizei berichtete.
Nach der Tat entfernte sich der Angreifer zu Fuß. Aufgrund diverser Zeugenhinweise gelang es Polizisten aber, ihn in Tatortnähe festzunehmen. Einsatzkräfte beschlagnahmten ein langes machetenartiges Schwert. Spezialisten der Spurensicherung der Kriminalpolizei sicherten am Einsatzort Spuren und Beweismittel.
Gefahr für die Bevölkerung bestand nach früheren Polizeiangaben nach der Festnahme des Verdächtigen nicht mehr. Vor welchem Hintergrund der Angriff erfolgte, ist Bestandteil der Ermittlungen der Mordkommission. «Es liegen Hinweise vor, dass sich der Angreifer in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben soll. Er befindet sich aktuell im Polizeigewahrsam», berichtete die Polizei am Nachmittag.