22. Oktober 2026 – dpa

Notfälle

Netzanbieter: Keine Hinweise auf Anschlag auf Stromnetz

40.000 Menschen waren in Teilen Schleswig-Holsteins zeitweise ohne Strom. SH Netz sieht bislang keine konkreten Hinweise auf einen Anschlag – die Ursache ist noch offen.

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SH Netz sucht weiter nach dem Grund eines Stromausfalls. (Symbolbild), Foto: Carsten Rehder/dpa

Netzbetreiber SH Netz geht als Ursache des zwischenzeitigen Stromausfalls mit 40.000 Betroffenen in Teilen Schleswig-Holsteins vom Zusammenwirken mehrerer technischer Umstände aus. «Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand liegen keine konkreten Hinweise darauf vor, dass ein Anschlag oder eine ungewöhnlich hohe Einspeisung durch erneuerbare Energien ursächlich für das Störungsereignis war», teilte das SH Netz mit. Es seien weitere Analysen und externe Gutachter erforderlich.

Von der Störung im Stromnetz waren am Sonntag die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde betroffen. Laut SH Netz war die Störung von einem Fehler im 110.000-Volt-Hochspannungsnetz ausgelöst worden, in der Folge hätten sich mehrere Umspannwerke abgeschaltet. Nach gut zwei Stunden kam am Sonntag die Entwarnung, alle Umspannwerke waren wieder am Netz.

Spezialisten untersuchten in den vergangenen Tagen in den betroffenen Regionen technische Anlagen wie Maste, Leiterseile, Umspannwerke, Transformatoren, Überspannungsableiter sowie Ortsnetzstationen auf mögliche Schäden. Außerdem analysierten sie deren Systemdaten. Auch Drohnen wurden eingesetzt. Es wurden Beschädigungen an Netzbauteilen untersucht sowie Stromflüsse und Spannungszustände während der Störung analysiert.

Die Ursache und die Abfolge der Ereignisse werden weiter untersucht. Zuvor hatte SH Netz als mögliche Ursache ein defektes Leiterseil an einem Strommast im Raum Itzehoe genannt.

Infolge der Überspannung war es unter anderem im Umspannwerk Friedrichstadt zu einem Feuer an einem Überspannungsableiter gekommen. Laut Polizei gab es auch im Umspannwerk Linden (Kreis Dithmarschen) einen Schmorbrand mit Rauchentwicklung an einer Mittelspannungsanlage. Außerdem geriet in einem Reetdachhaus in Bunsoh (Kreis Dithmarschen) ein Stromkasten in Brand. Das Feuer griff auf das gesamte Haus über.

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