17. Oktober 2026 – dpa

Erstes Herbsthochwasser

Ostsee-Sturmflut erwartet - Flensburg gibt Sandsäcke aus

Das Wasser der Ostsee soll am Wochenende höher steigen als normal. In Flensburg etwa wird es am Sonntag möglicherweise über das Ufer im Hafen treten.

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Die Sandsackausgabe ist eine Konsequenz aus der schweren Sturmflut 2023., Foto: Birgitta von Gyldenfeldt/dpa

Die Orte an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns bereiten sich auf das erste Herbsthochwasser der Saison vor. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) kann es ab dem Abend und am Sonntag an der gesamten deutschen Ostseeküste eine Sturmflut geben. In der Kieler Bucht werden Wasserstände von bis zu 1,30 Meter über dem Normalwert erwartet. In der Lübecker Bucht können die Wasserstände nochmals höher sein. Auch an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns ist mit erhöhten Wasserständen zu rechnen.

Eine Sturmflut beginnt definitionsgemäß an der Ostsee bei einem Wasserstand von einem Meter über dem Normalstand. Ab 1,50 Meter über Normal spricht man hier von einer schweren Sturmflut.

In Flensburg wurden Sandsäcke an Anwohnerinnen und Anwohner ausgeben, die vom Hochwasser betroffen sein könnten. Die Sandsäcke als Hilfe zur Selbsthilfe seien eine der Maßnahmen, die die Stadt nach der schweren Sturmflut 2023 etabliert habe, sagte ein Stadtsprecher. Damals wurde laut BSH in der Stadt ein außergewöhnlicher Wasserstand von 2,27 Metern gemessen.

Die aktuellen Prognosen gehen nach Angaben der Stadt in Flensburg von Wasserständen von 1,12 bis 1,24 Meter über Normal aus. Zuvor gab es Berechnungen, die von bis zu 1,64 Meter für Flensburg ausgingen.

Nach Angaben der Stadt Flensburg übersteigt das Wasser ab 1,10 Meter über Normal die Kaikante an der Schiffbrücke in der Innenstadt. Solche Hochwasser sind im Winterhalbjahr nicht ungewöhnlich. Anfang Januar wurden bei dem damaligen Hochwasser in Flensburg etwa 1,33 Meter über dem normalen Stand gemessen.

Flensburg, aber auch andere Städte wie Wismar appellieren an Anwohnerinnen und Anwohner, Gefahrenbereich zu meiden und Fahrzeuge dort nicht abzustellen.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für Samstag und Sonntag an den Küsten starken und böigen Wind aus nördlichen und später östlichen Richtungen vorher.

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