16. Oktober 2026 – dpa
Nach einer einwöchigen Zwangspause ist die «Missunde III» wieder auf der Schlei unterwegs. Doch die elektrisch betriebene Fähre ist immer wieder pannengeplagt.
Die pannengeplagte Schleifähre «Missunde III» hat den Betrieb an der Schlei wieder aufgenommen. Das Schiff fahre wieder ohne Einschränkungen, teilte der Fährbetreiber auf seiner Website mit.
Grund für die einwöchige Zwangspause der Fähre war diesmal eine gerissene Antriebskette des Landkeils, der zum Anlegen wichtig ist. Laut Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) wurden am Donnerstagnachmittag die nötigen Reparaturen fertiggestellt. Zuvor berichtete das «Flensburger Tageblatt».
Die elektrisch betriebene Fähre hatte erst Ende April mit einer Verzögerung von zwei Jahren den Betrieb aufgenommen. Seitdem gab es bereits mehrere ungeplante Unterbrechungen. Ende Juli hatte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) wegen der Pannenserie die Reißleine gezogen: Neben einer dauerhaften technischen Lösung für die «Missunde III» sollten auch die Reaktivierung der alten Fähre «Missunde II» und ein kompletter Neubau geprüft werden.
Nach Angaben des LKN.SH soll die «Missunde II» auf einer Werft in Arnis wieder betriebsbereit gemacht werden. Spätestens Ende des Jahres soll die ältere Fähre den Betrieb zwischen Brodersby und Kosel wieder aufnehmen und damit ihre Nachfolgerin ersetzen.
Die Fähre verbindet Schwansen und Angeln an einer Engstelle der Schlei. Fällt sie aus, müssen Autofahrer einen weiten Umweg im Kauf nehmen.