24. September 2026 – dpa
Auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wuchs die Wirtschaft stärker als im Bundesschnitt. Mehrere Länder verzeichneten dagegen einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts.
Die Wirtschaft in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr stärker gewachsen als im Bundesschnitt. Das teilten das Statistikamt Nord in Hamburg und Kiel sowie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin mit.
Im Vergleich der drei Länder entwickelte sich die Wirtschaft Schleswig-Holsteins am besten: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach Abzug der Inflation um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Hamburg nahm das BIP um 1,5 Prozent zu und in Mecklenburg-Vorpommern um 1 Prozent.
Der bundesweite Durchschnitt lag bei 0,9 Prozent. In Thüringen, in Sachsen und im Saarland ging die Wirtschaftsleistung zurück. Eher schwach entwickelte sich auch die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens, die um 0,3 Prozent wuchs.
Gründe der Entwicklungen nennen die Statistikämter üblicherweise nicht. Der Norden profitiert derzeit geografisch davon, dass Marinewerften Auftragszuwächse verzeichnen. Auch sind die drei Bundesländer weniger als andere von den kriselnden Industrien Automobil und Chemie abhängig.
Am stärksten wuchs die Wirtschaft mit 1,8 Prozent in Hessen. Schleswig-Holstein lag auf Rang zwei, Hamburg auf drei. Die Berechnungen sind vorläufig.