14. August 2026 – dpa

68. Verhandlungstag

Stellungnahmen zu Gutachten im Block-Prozess erwartet

Die Entführung in der Silvesternacht 2023/24 hat die Block-Kinder nach Einschätzung einer Psychiaterin massiv traumatisiert. Wie reagieren die Verteidiger von Christina Block darauf?

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Der Block-Prozess wird auch am Freitag zunächst noch ohne Zuschauer fortgesetzt.

Nach der Vorstellung eines psychiatrischen Gutachtens zu den Block-Kindern können die Prozessbeteiligten am Freitag (9.30 Uhr) Erklärungen zu dem Gutachten abgeben. Die Öffentlichkeit bleibe zunächst noch ausgeschlossen, teilte eine Sprecherin des Hamburger Landgerichts mit. Die Strafkammer hatte die Zuschauer zu Beginn der Gutachtenerstattung am 28. Juli aus dem Saal geschickt, um die schutzbedürftigen Interessen der Kinder zu wahren.

Die Unternehmerin Christina Block (53) ist angeklagt, im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder – damals 10 und 13 Jahre alt – vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House» bestreitet die Vorwürfe.

Es gibt noch sechs weitere Angeklagte, darunter ihr Lebensgefährte, der frühere Sportmoderator Gerhard Delling (67), dem Beihilfe vorgeworfen wird. Nur einer der Beschuldigten, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt.

Nach Einschätzung der psychiatrischen Sachverständigen waren der Junge und das Mädchen bei der Entführung einer massiven Traumatisierung ausgesetzt, deren Folgen bis heute andauerten. Das teilte die Gerichtssprecherin nach Abschluss der Gutachtenerstattung mit. Sie betonte, dass die rechtliche Einordnung und Bewertung des Gutachtens der Strafkammer vorbehalten bleibe.

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