30. Oktober 2026 – dpa
Zum Schluss des Mammutprozesses zum Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Angeklagte noch einmal das Wort ergriffen - und der Darstellung der Anklage widersprochen.
Die des Mordes am achtjährigen Fabian aus Güstrow beschuldigte Angeklagte hat zum Schluss des Verfahrens am Landgericht Rostock nochmals ihre Unschuld beteuert. «Ich bin unschuldig», sagte die 30-Jährige am 34. Prozesstag. Es war der letzte Programmpunkt vor der Verkündung des Urteils, die für den 10. November geplant ist.
«Fabian war wie mein zweites Kind», sagte die Frau, die den Jungen durch ihre Beziehung mit Fabians Vater gut kannte und selbst Mutter eines in etwa gleichaltrigen Sohns ist. Mit Blick auf Fabians Schicksal sagte sie: «Es ist schlimm, was mit ihm passiert ist, und es bewegt mich auch».
Anders als von der Staatsanwaltschaft dargestellt sei sie aber weder eifersüchtig auf ihn gewesen, noch habe er ihrer Beziehung mit seinem Vater im Weg gestanden. In der Beziehung habe es zwar auch Probleme gegen. «Fabian hat aber nie gestört und hätte auch in Zukunft nie gestört.»
Die Angeklagte nutzte das letzte Wort, das ihr per Gesetz zustand, für eine Abrechnung mit dem Gericht, aber auch den Medien. Sie betonte die Belastungen für sie und ihre Familie durch den Vorwurf gegen sie.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes und lebenslange Haft gefordert. Sie ist davon überzeugt, dass die Frau Fabian am Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl, südwestlich von Güstrow, erstochen hat. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch.