30. Oktober 2026 – dpa
Die Zahl der Spenden steigt – doch noch immer warten mehr als 200 Menschen allein in MV auf ein rettendes Spenderorgan. Was aus Sicht der Gesundheitsministerin notwendig ist.
Die Zahl der Organspenden hat in Mecklenburg-Vorpommern und auch bundesweit zugenommen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind in Mecklenburg-Vorpommern 75 Organe nach dem Tod der Spender entnommen worden, wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) mitteilte. Das seien 23 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bundesweit stieg die Zahl der Spenderorgane den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten auf 2.373, 115 mehr als im selben Zeitraum im Jahr zuvor.
Damit kann den Bedarf jedoch nicht gedeckt werden. «Ende September standen in Mecklenburg-Vorpommern 225 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan», berichtete die Ministerin. Von ihnen benötigten demnach 154 eine Niere, 44 eine Leber und 20 ein Herz.
«Hinter jeder Zahl auf der Warteliste steht ein Mensch, der auf eine lebensrettende Transplantation hofft», verdeutlichte Drese. Es müsse alles daran gesetzt werden, mehr Organspenden zu ermöglichen.
Drese forderte eine Reform des Transplantationsrechts in Deutschland weg von der geltenden Zustimmungslösung hin zu einer Widerspruchslösung. Bei letzterer würde jeder Mensch als potenzieller Spender gelten, es sei denn, er hat zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen.