09. August 2026 – dpa
Die Blutspenden sind in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt deutlich zurückgegangen. Besonders im Mai und Juni war das Spendenaufkommen laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) auffällig niedrig.
Die Blutreserven in Mecklenburg-Vorpommern sind deutlich zurückgegangen. Derzeit können die Kliniken nicht vollständig mit Blutpräparaten versorgt werden, erklärt Markus Baulke vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Besonders angespannt ist die Lage bei den Blutgruppen 0 positiv, A positiv und B negativ. Hier ist die Versorgung im Land aufgrund der niedrigen Bestände stark eingeschränkt.
Für eine sichere Versorgung werden in Mecklenburg-Vorpommern täglich bis zu 300 Blutspenderinnen und Blutspender benötigt. Im ersten Halbjahr 2026 ging die Spendenbereitschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent zurück. Besonders im Mai und Juni sei die gespendete Blutmenge stark gesunken.
Bestände auch in anderen Bundesländern niedrig
Die Bestände für die Versorgung von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Bremen seien zuletzt auf den Mindestbestand von rund 10.000 Präparaten gefallen. Wegen der kurzen Haltbarkeit mancher Blutpräparate, teilweise nur vier Tage, seien große Vorräte zudem nicht möglich, erklärt Baulke.
Der Blutbedarf sei erfahrungsgemäß im Januar am höchsten, da die Kliniken nach den Feiertagen häufig planbare Operationen und Therapien in den Januar verschieben, sagt Markus Baulke. Danach folgen Mai sowie September und Oktober.
Für 2025 fiel die Bilanz noch positiv aus: Auf 812 mobilen Spendenterminen wurden etwa 54.601 Spenderinnen und Spender gezählt. Im Jahr zuvor waren es 50.591 bei 791 Terminen. Im Jahr 2025 spendeten 25.447 Menschen Blut, im Schnitt 2,15-mal im Jahr.